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Junge Coburger: So könnte das Palmenhaus gerettet werden!


Autor: Redaktion

Coburg, Freitag, 17. August 2018

"Aufwerten statt abreißen" - das ist die Devise der Jungen Coburger beim Palmenhaus. Die Wählergruppierung liefert auch gleich einige Ideen.
Das Palmenhaus ist vom Abriss bedroht. Aber viele Menschen kämpfen auch für den Erhalt des Gebäudes im Rosengarten kämpfen.Jochen Berger


Wie geht's weiter mit dem Palmenhaus im Rosengarten? Mit Blick auf die jährlichen Unterhaltskosten von 70 000 Euro ist im Stadtrat bereits über einen Abriss diskutiert worden - doch dann wurde das Thema erst einmal auf Eis gelegt und allen voran Auwi Stübbe vom Designforum Coburg Oberfranken soll nun mögliche Ideen für eine Rettung des Gebäudes liefern.

 

Doch auch die Wählergruppierung Junge Coburger (JC), die im Stadtrat zusammen mit der CSU eine Fraktion bildet, meldet sich jetzt mit einigen Vorschlägen zu Wort. Überschrieben ist die entsprechende Pressemitteilung mit der Devise: "Aufwerten statt abreißen". Denn die beiden JC-Stadträte Kurt Knoch und Maximilian Forkel wollen das Palmenhaus auf jeden Fall erhalten.

 

Dass diejenigen, die das Palmenhaus erhalten wollen, gelegentlich "als Nostalgiker verunglimpft" werden, wie Knoch und Forkel schreiben, können sie nicht verstehen: "Es geht um das Gegenteil von Nostalgie! Es geht um einen attraktiven Anziehungspunkt, vor allem für unsere Kinder, also unsere Zukunft!" Knoch und Forkel verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die "enorme öffentliche Resonanz" auf die angefachte Palmenhaus-Diskussion. Dies würde die "beachtliche Beliebtheit dieses außergewöhnlichen Ortes" zeigen.

 

Das Palmenhaus aus Spargründen abzureißen oder die Pflanzen und Vögel herauszunehmen, würde laut Knoch und Forkel bedeuten, "den Rotstift ausgerechnet bei den Kleinsten anzusetzen". Und sie erklären: "Als Junge Coburger sehen wir es als unsere Pflicht an, uns an dieser Stelle für die ganz jungen Coburger" einzubringen. Deshalb setze man sich "mit Nachdruck" für den Erhalt des Palmenhauses ein, und zwar unter Beibehaltung der aktuellen Funktion. "Ein Abriss kommt für uns nicht in Frage", stellen Knoch und Forkel klar. Auch eine Umnutzung unter Verzicht auf exotische Pflanzen und Vögel lehne man ab. Optimierungen in Form einer weiteren Attraktivitätssteigerung oder auch von Funktionserweiterungen wären jedoch "ohne Zweifel wünschenswert".

 

Wie im Coburger Stadtrat übers Palmenhaus diskutiert wurde, lesen Sie hier

 

Die Jungen Coburger haben sich laut Kurt Knoch und Maximilian Forkel bei einem Arbeitstreffen Gedanken zu möglichen Verbesserungen gemacht, um einerseits Einnahmen zu generieren und andererseits den Nutzen zu erweitern.

 

Folgende Vorschläge unterbreiten die Jungen Coburger (JC) für das Palmenhaus im Rosengarten:

Empfänge Das Palmenhaus könnte an einzelnen Tagen als Galerie oder auch als exquisiter Ort für kleine Empfänge dienen. Hierdurch könnten neben dem zusätzlichen Nutzen auch Einnahmen erzielt werden, glauben die JC-Stadträte Kurt Knoch und Maximilian Forkel. Nötige bauliche und organisatorische Maßnahmen hierfür müssten geprüft werden. Getränke "Eventuell wäre auch die Etablierung eines kleinen Kaffees am Teich möglich", schreiben die die JC-Stadträte Kurt Knoch und Maximilian Forkel in ihrer Pressemitteilung. Wenn sich kein richtiges Kaffee realisieren ließe, sollte im Palmenhaus zumindest ein Getränke- und Kaffeeautomat mit bequemen Sitzgelegenheiten integriert werden. "Bei gutem Wetter kann die herrliche Lage im Park am Teich in unmittelbarer Nähe zum Sintflutbrunnen und dem Spielplatz genutzt werden", finden Knoch und Forkel. Und bei Regen und Kälte könnte man neben Palmen jede noch so schlechte Witterung vergessen.

Naturkunde "Die Hinweisschilder zu den Pflanzen und Vögeln sind zum Teil unvollständig", finden Knoch und Forkel. Sie sollten deshalb unbedingt ergänzt werden, mehr interessante Fakten und Hintergründe aufzeigen und ansprechender gestaltet werden. Das Palmenhaus sollte auch stärker für eine "hautnahe Heranführung an naturkundliche Themen" dienen können, so die zwei Stadträte. Besondere Pflanzen Im Palmenhaus könnten "Pflanzen mit besonderem Highlightcharakter" gepflanzt werden, schlagen Knoch und Forkel vor und nennen als Beispiel die "Königin der Nacht", die nur eine Nacht im Jahr blüht und dabei einen extremem Duft versprüht. Hieraus ließen sich dann kleine Events gestalten, für die auch gegebenenfalls ein Eintrittsgeld verlangt werden könnte. Patenschaften Für besondere Pflanzen sowie auch für Vögel ließen sich laut Knoch und Forkel Patenschaftsmodelle zur Finanzierung des Unterhalts einführen. Als Beispiel könne hierbei der Wildpark Tambach dienen, bei dem bereits Patenschaften für einzelne Tiere übernommen werden können. Schmetterlinge Die Tierwelt im Palmenhaus könnte um Schmetterlinge erweitert werden. Diese würden wenig Aufwand erfordern, zugleich aber die Attraktivität steigern, so Kurt Knoch und Maximilian Forkel.