Gute Nachricht für Autenhausen
Autor: Redaktion
Autenhausen, Freitag, 07. Juli 2017
Die Stadt Seßlach erhält für den Umbau des Freibads im Stadtteil in ein Naturbad 224 000 Euro aus EU-Fördermitteln.
Über Zuschüsse im Rahmen der Dorferneuerung in Höhe von rund 224.000 Euro freut sich die Stadt Seßlach. Bürgermeister Martin Mittag (CSU) erhielt den Förderbescheid aus den Händen von Anton Hepple, dem Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken. Mit diesen Mitteln wird der Umbau des Freibads in Autenhausen in ein Naturbad sowie die Neugestaltung des angeschlossenen Freizeitgeländes unterstützt.
"Der Investitionsstau beim 1972 in Betrieb genommenen Autenhausener Freibad ist beträchtlich", heißt es in einer Pressemitteilung des Amts für Ländliche Entwicklung Oberfranken. Schwimmbecken und Technik entsprächen nicht mehr heutigen Standards.
Bei geschätzten 700.000 Euro Sanierungskosten hätte dies angesichts knapper kommunaler Mittel in vielen anderen ländlichen Kommunen das Aus für das Bad bedeutet. Nicht so in Seßlach. Stadt und Bürger suchten intensiv nach Lösungen. Und wurden fündig: Die engagierten Bürger gründeten einen Förderverein für den Erhalt der Freizeitanlage.
Ohne Chlor und Chemie
Der Vorschlag des Vereins, das Bad in ein Naturbad ohne Einsatz von Chlor und Chemie umzubauen, war der Durchbruch. Nicht nur, dass dies dem gesellschaftlichen Trend entspricht, der Umbau ist auch kostengünstiger als eine Sanierung des Bestands. Außerdem kann mehr Eigenleistungen eingebracht werden, und vor allem der Zugang zu einer deutlich höheren Förderung war möglich.Mit dem Amt für Ländliche Entwicklung war der passende Partner auch bald gefunden. Jetzt war es soweit: Auf den Tag genau zwei Jahre, nachdem Bürgermeister Martin Mittag als erster seine Unterschrift unter die Initiative zum Erhalt der Freizeitanlage gesetzt hatte, konnte er einen Förderbescheid des Amtes in Höhe von 224.000 Euro aus dem Eler-Förderprogramm entgegennehmen. Mit 187.000 Euro kommt dabei ein Großteil der Fördermittel aus der EU-Kasse. Bei geschätzten Kosten von 520.000 Euro eine erhebliche Unterstützung des Engagements von Stadt und Bürgern.
Es gab Konkurrenz
Um den Zuschlag im Rahmen des Eler-Förderprogramms zu erhalten, musste sich Seßlach gegen andere Mitbewerber durchsetzen. Denn nur die Projekte, die im dazugehörigen Kriterienkatalog am besten abschneiden, kommen in der jeweiligen Auswahlrunde um die begrenzten Fördergelder zum Zug, wie Anton Hepple erklärte. Nachdem die oberfränkische Abgeordnete im Europäischen Parlament, Monika Hohlmeier (CSU), ihre Teilnahme krankheitsbedingt kurzfristig absagen musste, erläuterte Amtsleiter Hepple kurz die Zielsetzung des Förderprogramms. Nach seinen Worten unterstützt die Europäische Union mit diesen Mitteln die Kommunen im ländlichen Raum bei den Herausforderungen, die die aktuelle demografische Entwicklung mit sich bringe. Die Fördermittel seien ein wichtiger Beitrag für die Erhaltung vitaler ländlicher Räume und die nachhaltige Verbesserung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsverhältnisse auf dem Land.Bürgermeister Martin Mittag betonte, dass ohne die Förderung eine Umsetzung der Maßnahme nicht möglich wäre. Sein Dank galt allen beteiligten Akteuren: Allen voran dem mittlerweile 150 Mitglieder starken Förderverein, dem Landratsamt Coburg und dem Landesamt für Gesundheit Erlangen, die durch ihre Genehmigungen "in letzter Sekunde" eine Antragstellung erst ermöglichten, sowie dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken für die vielfältige Unterstützung.
Glückwünsche für die Seßlacher
Für den Landtagsabgeordneten Jürgen W. Heike (CSU) ist das Amt für Ländliche Entwicklung der Kristallisationspunkt für viele Projekte und Maßnahmen im ländlichen Raum. Das Amt wirke dabei als "Transmissionsriemen" für die Fördertöpfe. Auch Landrat Michael Busch (SPD) lobte die tolle Zusammenarbeit zwischen Landratsamt, Kommunen und dem Amt. Nur so könnten die Hausforderungen, vor denen der ländliche Raum stehe, erfolgreich angegangen werden. Sowohl Heike als auch Busch gratulierten den Seßlachern sowohl zu den Fördermitteln als auch zur engagierten Bürgerschaft.Ab sofort können sich Gemeinden für die nächste Auswahlrunde beim Amt für Ländliche Entwicklung bewerben, heißt es in der Mitteilung. red