FC Coburg gewinnt enges Derby
Autor: Hartmut Guhling
Coburg, Sonntag, 28. Juli 2019
280 Zuschauer sahen ein packendes Spiel mit hohem Unterhaltungswert: Es gab zehn Verwarnungen und es fielen fünf Tore.
Ein äußerst umkämpftes und bis zum Schluss enges Landesligaderby haben sich der FC Lichtenfels und der FC Coburg geliefert. Mit 3:2 das bessere Ende für sich hatte der FCC, der erstmals eine Landesligapartie in der Korbstadt gewinnen konnte.
Wie verbissen beide Teams zu Werke gingen, dokumentieren zehn gelbe und eine gelbrote Karte. Und angesichts des Spielverlaufs konnte Lichtenfels-Trainer Oliver Müller ebenso mit einiger Berechtigung beklagten, dass seine Mannschaft "einen Punkt verdient gehabt hätte", wie sich FCC-Coach Lars Scheler zu Recht über einen "verdienten Sieg" freuen durfte. Seine Vestekicker haben damit auch ihr zweites Auswärtsspiel gewonnen und nun schon ebenso oft in der Fremde obsiegt wie in der gesamten Vorsaison.
Lichtenfels hingegen hat den Rundenstart komplett in den Sand gesetzt und rangiert vorerst punktlos auf dem letzten Tabellenplatz.
FC Lichtenfels - FC Coburg 2:3 (1:1)
Beide Mannschaften gingen mit erheblichen Personalproblemen in die Partie. Doch während die Verunsicherung der Gastgeber förmlich mit Händen zu greifen war, agierte Coburg - von der deftigen 0:4-Heimschlappe gegen Geesdorf vor Wochenfrist scheinbar unbeeindruckt - sofort überlegen und mit schnellen Kombinationen. Aus einer solchen resultierte der frühe Führungstreffer durch Marlon Schad, der auf Vorlage des angriffslustigen Rechtsverteidigers Lars Teuchert aus 14 Metern überlegt einnetzte (7.).
Aber der FCC verpasste es nachzusetzen, und Lichtenfels fightete sich mit langen Bällen vor allem auf den wieselflinken Christopher Schaller zurück ins Spiel. Der Linksaußen bereitete auch den Ausgleich vor, den Dennis Schunke nach zu kurzer Faustabwehr von FCC-Keeper Oleks Churilov volley erzielte (37.). Die Heimelf war dem Führungstreffer nun mehrfach nahe, aber Maximilian Pfadenhauer, Schaller, Schunke und Tobias Zollnhofer scheiterten vor und nach der Halbzeit knapp.
Vestekicker bekommen die Kurve
Dann aber neigte sich die Waagschale wieder dem FCC zu, und dies final: Teucherts flache Hereingabe von rechts verfehlte Adrian Guhling, doch Ricardo König stand goldrichtig und schoss seine Elf aus zehn Metern wieder in Front (59.). Und als der von Mittelfeldstratege Eric Heinze klug angespielte Guhling seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung versetzte und mit links via Innenpfosten ins lange Eck zum 1:3 traf (67.), war die Entscheidung gefallen.