Die Stadt Coburg hat mit Blick auf den kommenden Montag (7. Februar) erneut eine Allgemeinverfügung erlassen. Wichtigster Inhalt: Die Gegner der Corona-Maßnahmen, die sich wohl wieder zu einem sogenannten "Spaziergang" treffen werden, müssen eine FFP-2-Maske tragen. Andernfalls droht ein Bußgeld.

Für die besagten "Spaziergänge", die seit Mitte Dezember immer montagabends stattfinden, laufen zwar immer Planungen und Vorbereitungen in den sozialen Netzwerken, allen voran bei "Telegram". Doch offiziell als Versammlung angemeldet wurden diese Zusammenkünfte bislang nie. Deshalb gibt es auch - anders als bei angemeldeten Demonstrationen - keinerlei "Spielregeln" für die Teilnehmer. Doch genau auf diesen Umstand reagiert die Stadt Coburg nun zum bereits dritten Mal mit dem Erlass einer Allgemeinverfügung. Die Allgemeinverfügung gilt ausschließlich für den kommenden Montagabend (17 bis 20 Uhr) und hat als Geltungsbereich die gesamte Coburger Innenstadt. Auch Teile des Hofgartens gehören dazu. Das ist insofern interessant, weil beim "Spaziergang" am vergangenen Montag einige Teilnehmer auch in den Hofgarten liefen - wohl in der Annahme, dass dort keine Maskenpflicht mehr gilt.

Grundsätzlich verliefen die beiden bisherigen "Spaziergänge", für die eine Allgemeinverfügung erlassen worden war, sehr unterschiedlich: Beim ersten Mal fehlte der Coburger Polizei das Personal, um die Maskenpflicht durchzusetzen; beim zweiten Mal kamen gleich zwei Züge der Bereitschaftspolizei zur Unterstützung, woraufhin die Maskenpflicht gut durchgesetzt werden konnte. Es wurden aber insgesamt auch knapp 60 Verstöße zur Anzeige gebracht. Auf die Maskenverweigerer kommt nun ein Bußgeld zu, das in den meisten Fällen 250 Euro beträgt, manchmal aber auch noch höher sein kann.

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