Gerade Versicherungen haben oft mit kuriosen Geschichten zu tun. Davon kann auch die Huk Coburg ein Lied singen, die diesen Fall aus dem Sauerland schildert:

Ein Versicherter ruft bei der Versicherung an. Eine Fensterscheibe der Wohnung sei zertrümmert worden. Ein glasklarer und alltäglicher Fall für die Haushalt-Glasversicherung. Aber nur solange, bis der Mann auch den Verursacher nennt: Es war ein Waschbär.

Es hört sich an wie ein Versicherungsbetrug oder ein schlechter Scherz. Ein gefräßiger Waschbär wird bei der Futtersuche fast zum Einbrecher und hinterlässt ein ziemliches Chaos.

Doch tatsächlich: Der nimmersatte Waschbär klettert auf das Fensterbrett der Erdgeschosswohnung, auf dem ein Vogelhäuschen mit Erdnüssen seht. Nachdem er nicht gleich an das Futter gelangt, hebt er das Häuschen kurzerhand hoch und schüttelt es kräftig. Dabei fallen zwar die Nüsse heraus, aber die Fensterscheibe hält nicht stand und zerbricht. Anschließend macht sich der verhinderte tierische Einbrecher aus dem Staub. Der Woh-nungsinhaber klebt die Scheibe notdürftig, den Fall meldet er seiner Versicherung.

Der Waschbär war ist dem Sauerländer übrigens kein Unbekannter: Unmengen an Futter muss der Mann immer wieder das Vogelhaus füllen, um die vermeintlich hungrigen Vögel zu füttern. Amseln, Finken, Rotkehlchen oder Sperlinge bekommen allerdings nicht viel davon. Der Waschbär kommt ihnen immer zuvor und frisst sich dick und rund. Auch Meisenknödel sind vor dem kleinen Plagegeist nicht sicher.

Doch damit nicht genug: Erneut auf der Suche nach Futter entert das kleine Bärchen ein weiteres, im Garten aufgestelltes Vogelhäuschen. Aus diesem kommt er nicht mehr heraus, da sein Körperumfang beträchtlich zugenommen hat. Gestärkt von seiner kulinarischen Reise, und weil ihm auch nichts anderes übrig bleibt, verschwindet er mitsamt dem Häuschen im Wald. Bei einem Spaziergang findet der Versicherungsnehmer das Vogelhäuschen wieder, vom Täter fehlt bislang jede Spur.