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Die Lauterburg wartet auf Besucher


Autor: Redaktion

Oberwohlsbach, Montag, 14. Dezember 2020

Welche Wege der Heimatverein Rödental geht, den Weihnachtszauber - coronaregelgerecht - doch erlebbar zu machen.
Die Umgebung der Lauterburg wurde von Mitgliedern des Heimatvereins weihnachtlich geschmückt. Spaziergänger dürfen das Ambiente genießen.  Foto: Ingrid Ott


Die Lauterburg in Oberwohlsbach, einem Stadtteil Rödentals, lockt zu jeder Jahreszeit Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und Wanderer an. Sind es im Frühling das frische Grün, am 1. Mai das Fest des Heimatvereins, im Sommer die Entspannung und Ruhe, im Herbst das bunte Laub des Waldes, so sind es im Winter der Weihnachtszauber und der Winterwald.

Alljährlich entzündet zum 1. Advent der Heimatverein Rödental den Weihnachtsstern, der in Rödental und Umgebung den Weihnachtsglanz bringen soll. "Mit Bedauern haben wir in diesem Jahr auf den Laternenumzug mit den Kindern verzichten müssen", äußert sich Prof. Günther Ott, Vorsitzender des Heimatvereins, in einer Pressemitteilung.

Geschmückter Weg

Mit einem Weihnachtsgedicht zur Corona-Weihnachtszeit von Harald Tischer hat der Verein unter dem Motto "folgen wir dem Stern..." seine Mitglieder zu einer Weihnachtswanderung auf die Lauterburg eingeladen. Dem ist die Familie Engel, allesamt Mitglieder des Vereins, gefolgt und hatte die Idee, den Weg zur Burg mit Strohsternen und Weihnachtsdekoration zu schmücken.

Gerne greift Ingrid Ott, Heimatpflegerin für den Landkreis Coburg, die Idee auf und lädt zu einem Spaziergang zur Lauterburg ein. Schön wäre es, wenn die Besucher einen Weihnachtsstern (Dekoration, nicht die Pflanze) mitbringen könnten und somit zeigten: Wir akzeptieren den Lockdown, finden aber Wege, Weihnachtszauber neu zu erleben. Der Schmuck soll nach den Feiertagen wieder ordentlich entfernt und aufbewahrt werden.

Ein Gedicht zum 1. Advent auf der Lauterburg

Wir sind in der Weihnachtszeit,

ein Jahreswechsel wird geschehen

und wir sind mehr denn je bereit,

es ruhig anzugehen.

Doch in der Rückschau, mit Bedacht,

müssen wir erkennen,

daß nicht nur Glück uns zugedacht

Corona ist zu nennen.

Doch die Zeit, die grad vergangen,

lässt uns alle wissen,

daß wir trotz aller Widrigkeiten

an Neubeginnen denken müssen

.

Denn alles, was uns einst vertraut,

wollen wir doch weitergeben,

daß froh man auf die Zukunft schaut,

wir wollen das erleben.

Folglich ist es auch ganz richtig,

viel Neues hält das Jahr bereit,

deshalb ist die Erkenntnis wichtig,

zum Säen hat man immer Zeit.

Doch welches Saatgut bringt man aus?

Was braucht ein Mensch im Weltgetriebe?

Der Samen für den schönsten Strauß

heißt: Wahrheit, Freundschaft, Liebe.

Ich glaube, wir Freunde vom Heimatverein

wollen in diesem Sinne walten

und lasst uns bei des Sternes Schein

auch weiterhin zusammenhalten.

(Weihnachtsgedicht zur Corona-Zeit von Harald Tischer)