Die fertige Wallgrabenbrücke in Bad Rodach wurde eingeweiht
Autor: Martin Rebhan
Bad Rodach, Mittwoch, 03. Juli 2019
Es war an der Zeit für eine Neukonstruktion der in die Jahre gekommenen Holzbrücke. Jetzt ist die Wallgrabenbrücke in Bad Rodach erneuert.
Es ist nicht nur irgendeine Brücke, es ist ein Bauwerk mit Symbolcharakter: die Brücke über den Wallgraben. Am vergangenen Dienstag wurde sie offiziell ihrer Bestimmung übergeben, natürlich mit kirchlichem Segen. Es waren viele Bürger gekommen, die der neuen Fußgängerbrücke ihre Aufwartung machen wollten.
Schon seit geraumer Zeit war die Erneuerung der Brücke über den Wallgraben ein Gesprächsthema im Stadtrat Bad Rodach, nachdem die bisherige Holzbrücke doch in die Jahre gekommen war und eine Sperrung drohte. Klar war von Anfang an, dass ein alleiniger Abriss nicht infrage kam. Ein Ersatzbau sollte geschaffen werden. Aus der ehemaligen Holzbrücke wurde eine Stahlkonstruktion, die - nach Worten von Bürgermeister Tobias Ehrlicher - "uns alle überleben wird". Ehrlicher bezeichnete die Fußgängerbrücke über den Wallgraben als ein verbindendes Element zwischen dem Baugebiet Heldritter Steig und der Innenstadt. Auch nutzen viele Kirchgänger diesen Weg über den Wallgraben. Bürgermeister Ehrlicher dankte den Mitarbeitern des Bauhofes, die von der Planung über die Herstellung bis zur Montage für das neue 11,50 Meter lange und acht Tonnen schwere Bauwerk verantwortlich zeichneten.
Robuste Stahlkonstruktion
Als die Brücke fertig im Bauhof stand, war die Zeit gekommen, die alte Brücke abzutragen und neue Fundamente zu schaffen, auf die die Stahlkonstruktion mittels Autokran dann aufgesetzt werden konnte. Für vier Wochen hieß es für die Bürger, einen anderen Weg zu suchen, um in die Innenstadt zu kommen. Einer, der sehr darunter litt, dass das Überschreiten des Wallgrabens unterbrochen wurde, war nach eigenem Bekunden Pfarrer Christian Rosenzweig. "Wenn ich es eilige hatte zum Gottesdienst zu kommen, bin ich auch die Böschung hinunter und mit Schwung auf der anderen Seite hinauf gerannt", gestand Rosenzweig. Die Kosten für die Brücke bezifferte Bürgermeister Ehrlicher mit 35 000 Euro. Er dankte dem Stadtrat dafür, die finanziellen Mittel bereitgestellt zu haben. Gottes Segen erbaten für alle Nutzer der Brücke Pfarrer Christian Rosenzweig und Gemeindereferentin Birgit Müller. Beide sah das Bauwerk auch als Symbol dafür, dass es Menschen gelingen müsse, Gräben zu überwinden.