Pech gehabt. Timo Späth hat es nicht geschafft. Am zweiten Tag der Super-Challenge von RTL und Stern-TV im ostafrikanischen Tansania im vergangenen Dezember musste der 39-jährige Coburger den Extremlauf über insgesamt 301 Kilometer verlassen. "Du wirst den Tag nicht überstehen", sagte der begleitende Arzt zum Vorsitzenden des Coburger Vereins Running Brothers. Es waren gesundheitliche Probleme, die Timo das Ziel vermasselten, so hart wie Joey Kelly zu sein. Sein Blutzuckerspiegel war rapide abgesunken.

Beim Extremlauf über 301 Kilometer vom Fuß des Kilimanjaro zum Natronsee war "Schmalhans Küchenmeister". Trotz des täglichen Bedarfs von bis zu 8000 Kilokalorien der fünf Männer und einer Frau war die Verpflegung eher rudimentär und für diese Strapaze nicht angemessen: trockenes Weißbrot mit Tomatenmark aus der Tube zum Schnäppchenpreis von 500 Euro für die Gruppe oder gekochter Reis mit frisch gefangenen Heuschrecken, für immerhin stolze 1000 Euro, war offensichtlich zu wenig. Selbst Kaugummis waren für die Teilnehmer tabu, "weil da Kalorien drin sind", so die Begründung.


Nach 68 Kilometern war Schluss

Die Verpflegungsbeiträge für die vom Sender gelieferten "Speisen" gingen von der Siegprämie ab. Wer zeitgleich oder vor Extremsportler Joey Kelly das Ziel erreichte, dem winkten 10.000 Euro. Für Timo Späth, der dem "irren Iren" Kelly die Schuhsohlen zeigen wollte, endete die Super-Challenge vorzeitig nach 68 Kilometern Strecke.

Timo Späth zeigte sich gegenüber dem Tageblatt am Donnerstag wenig enttäuscht von seinem Ausscheiden. "Ich bin mit Magenproblemen losgelaufen und es wäre nicht mehr weitergegangen." Schließlich gehe die Gesundheit vor. Viel Zuspruch gab es über die sogenannten sozialen Medien: Es sei doch kaum zu verantworten, mit wenig Energienachschub so einen Lauf zu bestreiten. Späth resümiert: "Ich hatte trotzdem eine tolle Zeit und noch dazu ein super Verhältnis zum gesamten Team."