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Das große Prickeln auf dem Volksfest des Vogelschießens Coburg


Autor: Sandra Hackenberg

Coburg, Freitag, 29. Juli 2016

Bei der Vielzahl der Fahrgeschäfte auf dem Coburger Vogelschießen findet jeder Besucher den gewünschten Adrenalinkick - ein Rundgang.
Zum ersten Mal dabei ist die Wildwasserbahn "Wild Water". Die Boote rauschen fast senkrecht erst einen kurzen und dann einen doppelt so langen Abhang hinunter. Foto: Sandra Hackenberg


Seit Freitag ist das Coburger Vogelschießen wieder in vollem Gang. Kein Coburger kommt an dem ältesten und größten Volksfest der Stadt vorbei. Auch dieses Jahr warten neben Spiel- und Imbissbuden wieder viele Fahrgeschäfte auf die großen und kleinen Besucher.

Neben den Klassikern wie Riesenrad und Autoscooter wird allerhand Neues geboten. Auf die Proteste vom letzten Jahr gegen lebende Pferde haben die Veranstalter eine Antwort parat: Ein "Ritt durch die Prärie" auf mechanischen Gäulen. Außerdem gibt es zum ersten Mal eine Wildwasserbahn.
Steffi Stahl, Tochter des Schützenmeisters Stefan Stahl, hat schon mit ihren Freunden die vielseitigen Fahrgeschäfte getestet, damit die Besucher vorab wissen, worauf was sie sich einlassen.


Autoscooter: der Klassiker

Eine Fahrt mit dem Autoscooter darf bei keinem Besuch fehlen. Kleine und große Kinder haben gleichermaßen Freude daran, in den Zweisitzern ihre Runden zu drehen. Eltern können zusammen mit ihren Kindern fahren und Pärchen können darum wetteifern, wer sich besser am Steuer macht. Zusammenstöße mit anderen Fahrzeugen sind nicht nur programmiert, sondern erwünscht. Spaß pur!


Fun Street: Das Erlebnishaus

Auf zwei Etagen erwarten die Besucher allerhand Hindernisse und Überraschungen. Schon vor dem Eintritt muss eine sich drehende Plattform überwunden werden, ehe es mit einem Fahrstuhl nach oben geht. Auf dem Balkon kann eine Verschnaufpause eingelegt werden, ehe es zwischen Leuchtstäben und durch ein Spiegelkabinett Richtung Ausgang geht, wo eine wackelnde Brücke mit Wasserfontänen wartet. Nina rät: "Frauen sollten hier besser keine hohen Schuhe tragen."


Wie ein Ritt durch die Prärie

Zum ersten Mal auf dem Vogelschießen sind mechanische Pferde, die sich nach Münzeinwurf galoppierend in Bewegung setzen und ihren Reiter ordentlich durchschütteln. Mit Spielzeugpistolen muss auf vorbeifahrende Ziele geschossen werden. Wem das zu knifflig ist, der kann auch einfach so den wilden Ritt genießen. Lea sagt: "Das ist mal was Neues und macht großen Spaß."


Roll Over, auch über Kopf

Nichts für empfindliche Mägen ist das Fahrgeschäft "Roll Over", das sich auf dem Vogelschießen schon zum Klassiker gemausert hat. Die Zweisitzergondeln, die an langen Armen hängen, setzen sich erst langsam in Bewegung, ehe es richtig zur Sache geht. Man wird im Kreis gedreht, vor und zurück geschleudert, und auf höchster Stufe überschlagen sich die Gondeln sogar. Besser vor der Fahrt nicht so viel essen!


Extrem: Adrenalin pur

Die Schreie der Insassen sind über den kompletten Anger zu hören. Das Fahrgeschäft für hartgesottene Adrenalinjunkies kommt direkt aus Coburg. Mit 120 Kilometern pro Stunde geht es 41 Meter in die Höhe - erst nach vorne, dann zurück. Während die Fahrgäste unten aussteigen, bleibt von der oberen Gondel Zeit, den Ausblick zu genießen, ehe der Höllenritt weitergeht.


Schiffsschaukel war gestern

Der riesige Teller mit Sitzen wirkt bei den ersten Schwingungen noch recht harmlos, steigt dann aber immer höher und dreht sich dabei. Bei den vielen Plätzen können auch große Gruppen zusammen fahren. "Wenn es voll schwingt, drückt es ganz lustig im Bauch", sagt Femke.


White Water: Achtung, nass

Auf der Fahrt mit der Wildwasserbahn bleibt keiner trocken. Erst geht es einen kleinen Hügel hinauf, dann rutschen die Boote fast senkrecht nach unten. Danach kommt ein größerer Anstieg, ehe es doppelt so tief nach unten geht.
Wer auf die feuchte Abkühlung verzichten will, sollte eher hinten sitzen. Für den absoluten Kick rät Adrian: "Beim Rutschen die Arme nach oben nehmen."


Das Muss für jedes Kind

Leuchtende Augen bekommen die kleinsten Besucher jedes Mal, wenn sie eine Runde auf dem Kinderkarussell drehen. Der neue Pressesprecher Matthias Klar sagt: "Mein kleiner Sohn wollte gar nicht mehr aufhören." Eltern sollten sich darauf einstellen, dass es nicht bei einer Runde bleibt.