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Coburger Straßenmeisterei bei eisigen Temperaturen gefordert: "So ziemlich der 'Worst Case'"


Autor: Isabel Schaffner

Coburg, Freitag, 16. Dezember 2022

Die Coburger Straßenmeisterei hat momentan alle Hände voll zu tun. Die Witterung in dieser Woche soll der "Worst Case" gewesen sein, wie es der Leiter beschreibt.
Streusalz gibt es im Landkreis Coburg reichlich, doch die Kälte kann der Wirkung schaden.


"Quasi im Dauereinsatz" seien fünf Fahrzeuge der Straßenmeisterei des Landkreises Coburg am Mittwoch (14. Dezember 2022) und Donnerstag (15. Dezember 2022) gewesen, teilt der Landkreis mit. "Das waren stressige Stunden." 

Rund 200 Kilometer Kreisstraßen galt es, zu räumen und zu streuen. Schluss sei erst am Donnerstagmittag gewesen, "als die Fahrzeuge in der Straßenmeisterei neben dem Landratsamt schon wieder für den nächsten Einsatz mit Streusalz beladen wurden". Vor allem die hohen Minusgrade seien eine Herausforderung gewesen, erklärt Edelbert Schöpplein, der Leiter der Landkreis-Straßenmeisterei.

Streusalz kann Großteil seiner Wirkung verlieren - Coburger Straßenmeisterei äußert sich zu Kälteeinbruch

"Wenn es nach dem Schneefall aufklart und die Temperatur fällt, verliert das Streusalz einen großen Teil seiner Wirkung." Bei etwa minus 10 Grad werde es kritisch. Und diese Temperatur sei in der Nacht auf Donnerstag an vielen Stellen im Coburger Land erreicht worden.

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Angst, dass dem Landkreis das Streusalz ausgeht, bräuchten die Autofahrer*innen nicht haben, beruhigt Schöpplein. "Bei rund 2000 Tonnen, die wir im Lager haben, müsste es schon einen Monat so weiter schneien, bis unsere Vorräte zur Neige gehen."

Die nächste gute Nachricht: Eine Weihnachtspause gebe es bei der Dienstbereitschaft in der Straßenmeisterei nicht. Auch während der bevorstehenden Feiertage gelte das Ziel, dass die Straßen zum Beginn des Berufsverkehrs (also gegen 6 Uhr) geräumt und gestreut sind. Edelbert Schöpplein: "Bei uns gibt es im Winterdienst keinen Unterschied zwischen Feiertagen und normalen Werktagen."