Coburger Realschule COII verabschiedet langjährigen Schulleiter - nach 24 Jahren
Autor: Redaktion
Coburg, Donnerstag, 25. Juli 2024
Klaus Reisenweber prägte 24 Jahre lang die Coburger Realschule CO II als engagierter Schulleiter. Am 23. Juli 2024 wurde er feierlich in den Ruhestand verabschiedet.
Fast ein Vierteljahrhundert lang hat Klaus Reisenweber die Coburger Realschule CO II als Schulleiter geführt und mit seinem leidenschaftlichen Wirken nachhaltig geprägt, so das Landratsamt Coburg in einer Pressemitteilung. Am 23. Juli wurde der langjährige Rektor im Rahmen einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet. Zahlreiche Ehrengäste würdigten die Verdienste des 64-Jährigen in den vergangenen fast 25 Jahren, darunter der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in Oberfranken Johannes Koller, Landrat Sebastian Straubel und sein Amtsvorgänger Michael Busch, MdL Martin Mittag, die Schulleiter der weiterführenden Coburger Schulen, die Bürgermeister zahlreicher Landkreisgemeinden sowie fast alle Rektoren der oberfränkischen Realschulen.
Die CO II liegt zwar im Stadtgebiet Coburg, gehört aber zum Landkreis Coburg und wird als weiterführende Schule von vielen Landkreisschülern besucht. Insgesamt zählt die CO II derzeit 860 Schüler. Konrektorin Stefanie Herrgesell, die ab 1. August offiziell auf Klaus Reisenweber im Amt folgt, bezeichnete die Verabschiedung als einen "außergewöhnlichen Tag." Zur Frage "Wer ist Klaus Reisenweber?" hatte sie in ihrer Begrüßungsrede den gebürtigen Coburger und ARD-Korrespondenten in Israel, Christian Limpert, aus Tel Aviv zugeschaltet.
Dieser klärte nach umfangreichen Recherchen über gewisse Eigenheiten des scheidenden Rektors auf, etwa das gefürchtete grüne "Giftbuch", die Lieblingsfarbe Dunkelblau und die Leidenschaft für den Süßigkeitenteller im Lehrerzimmer. Das Fazit des Journalisten: "Ich wäre auch gerne bei Klaus Reisenweber Schüler gewesen."
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Der Coburger Landrat Sebastian Straubel bezeichnete die Realschule CO II in ihrer Führung unter Klaus Reisenweber als einen Leuchtturm in der Bildungsregion. "Diese Schule ist ein Imageträger für einen Landkreis, für den die Bildung junger Menschen keine Pflichtaufgabe, sondern Herzenssache ist", lobte der Politiker. Das sei der große Verdienst des Schulleiters, der "jeden Tag die Weiterentwicklung der Schule als zentrale Aufgabe gelebt" habe.
Der Landrat betonte: "Sie haben diese Schule geprägt wie kein anderer." Blicke man auf die letzten 24 Jahre, so sei die CO II eine "absolute Erfolgsgeschichte", die die Schulfamilie gemeinsam mit dem Landkreis als Sachaufwandsträger geschrieben habe. Dies betreffe in erster Linie auch die Generalsanierung der Schule, die 2009 begonnen und 2018 abgeschlossen werden konnte – wie Sebastian Straubel herausstellte, "das größte Hochbauprojekt, das es nach dem Zweiten Weltkrieg für den Landkreis Coburg gegeben hat."
Damit jedoch sei die CO II technisch und baulich auf einem Niveau, mit dem die Region als ländlicher Raum mehr als nur konkurrenzfähig sei. Legendär geworden sei im Zuge der Sanierung das "mit Nachdruck unterstützte Farbkonzept" des Schulleiters, sodass der Terminus "Reisenweber-Dunkelblau" auch im Landratsamt ein stehender Begriff wurde.
In seiner Rede bezeichnete Landrat Straubel den Schulleiter sowohl als "Baumeister" als auch als "Außenminister" der CO II. "Sie haben einmal gesagt, dass es Ihnen wichtig ist, dass die Lehrer an der CO II stolz auf ihre Schule sind. Sie haben diesen Stolz vorgelegt. Sie haben die Schule und ihr tolles Bildungsangebot mit Freude und Überzeugung nach außen vertreten", verdeutlichte der Landrat und erinnerte an den Begriff der "Alpha-Schule", den Klaus Reisenweber prägte und der inzwischen in der gesamten Bildungsregion bekannt ist. Der Landrat sagte dazu: " Sie haben es in Ihrer für Sie typischen Art offen und voller Überzeugung ausgesprochen – für Sie soll die CO II eine Schule sein, die die Nase vorn und ein stolzes Lehrerkollegium hat. Das ist Ihnen zweifellos gelungen."