Der Obermeister der Malerinnung, Hugo Schamberger, wies auf den hohen Wert dieser handwerklichen Ausbildung hin. Er betonte, die duale Ausbildung, bestehend aus Lehrbetrieb und Berufsschule, sei ein Erfolgsfaktor im Berufsleben.

Das verdeutlichte Schamberger auch anhand einiger Zahlen. Wie er mitteilte, gebe es in Oberfranken 16 201 Handwerksbetriebe, die 74 200 Angestellte beschäftigten und einen Umsatz in Höhe von sieben Milliarden Euro generierten. Darüber hinaus würden in den 2517 Ausbildungsstellen 6210 Auszubildende geschult. Bereits in diesem Jahr gebe es 769 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge.

"Erfreulich ist es, dass in der ersten Malerklasse (in Coburg) schon jetzt 22 (Berufsschüler) angemeldet sind. Wir werden sehen, was dabei herauskommt", betonte Schamberger. Er ermutigte die jungen Fachkräfte, auf ihr erlerntes Wissen und Können permanent aufzubauen.
"Zu den Gewinnern von morgen werden die gehören, die eine beste Ausbildung haben", so der Obermeister.

David Wolf zählte in Praxis und Theorie zu den besten Prüfungsteilnehmern mit jeweils 2,5. Aufgrund seiner guten Gesamtleistungen nahm David Wolf am Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend 2013 teil. Hier wurde er mit seiner Arbeit Oberfränkischer Innungsbester. Am kommenden Freitag tritt Wolf dann in Bamberg um den Titelkampf des Bayerischen Meisters gegen fünf Mitstreiter an. Die gesamten Gesellenarbeiten waren im BTZ ausgestellt. Wolfs Arbeit führte er mit warmen Farben in Folientechnik, Stupftechnik und Streichputz aus. Wie er mitteilte, sie die Aufgabenstellung gewesen, etwas für einen Wellnessbereich mit Schwimmbad zu gestalten.

"Ich wollte etwas Entspanntes, das beruhigend wirkt, gestalten", führte Wolf aus. Für seine Zukunft ist er erst bereits auf der Suche nach einem Arbeitgeber. Erst einmal will er als Geselle im Malerhandwerk weiterarbeiten. In einigen Jahren könne er sich eventuell vorstellen, seinen Meister zu machen.

Anton Staudigl, der OStDir der Staatlichen Berufsschule 1 in Coburg, verglich das Leben der erfolgreichen Absolventen mit einem Hausbau. "Das Fundament ist wichtig. Für mich ist das die Familie", unterstrich Staudigl. Wie er ausführte, sei die Schulausbildung das Kellergeschoss, darüber käme die Berufsausbildung im Betrieb. Mit dem Rohbau der Abschlussprüfung sei jedoch das Haus nicht fertig gestellt. Jetzt gelte es, das Haus bewohnbar zu machen und einzurichten. Mit der Weiterbildung sei wie mit einem Haus, das nicht gepflegt werde. Nach und nach verfalle es und letztendlich stünde dann womöglich der Arbeitsplatz auf dem Spiel. Staudigl sprach nach dieser Gleichnisrede den jungen Maler/innen seine Anerkennung und Gratulation aus.

Die 13 ehemaligen Auszubildenden wurden von dem Gesellenprüfungsausschuss Sabine Schelhammer (Vorsitzende), Norbert Wachsmann (Gesellenbeisitzer) und dem Fachlehrer Wolfgang Haupt geprüft und bewertet. In der Winterprüfung sei beim praktischen Teil ein Notendurchschnitt von 3,45 und in der Sommerprüfung von 3,96 herausgekommen. Bedauerlicherweise sei im Winter auch einmal und im Sommer dreimal die Note 5 vergeben worden. Ähnlich sei es bei der theoretischen Prüfung gewesen. Dort kam im Winter der Notendurchschnitt von 3,91 und im Sommer von 4,26 heraus. Auch hier sei im Winter dreimal und im Sommer einmal die Note 5 und einmal die Note 6 vergeben worden.

Die Prüfungsvorsitzende Schelhammer teilte erfreut mit, dass es zwei Prüflinge des Winterhalbjahres gäbe, die ihre Lehrzeit aufgrund der zuvor erlangten Mittleren Reife um ein halbes Jahr verkürzt hätten. Dies seien Mareike Parzellla und David Wolf gewesen. Parzella habe in der praktischen Prüfung mit einem Notenschnitt von 2,2 als Beste abgeschlossen.

Die theoretische Prüfung schloss René Oelke mit dem Notendurchschnitt 2,6 ab und in der praktischen Prüfung Christopher Brach mit 2,7. Die Ausbildung im Maler- und Lackiererhandwerk dauerte bis zur Gesellenprüfung drei Jahre. Nach zwei Jahren konnten die Junghandwerker/innen die Prüfung zum BOB (Bauten- und Objektbeschichter) ablegen. Das erfolgreiche Bestehen des BOB - Abschlusses ist Voraussetzung, um ein Jahr weiter zu lernen und dann die Gesellenprüfung abzulegen. Die Prüfung zum BOB schlossen drei Handwerker des Maler- und Lackiererhandwerks erfolgreich ab.

Als Geselle/in wurden freigesprochen: Christopher Brach - Wittig & Paulfranz GmbH Rödental, Moritz Gehring - Bruno Kessel GmbH Coburg, René Oelke - Fromm GmbH Untermerzbach-Memmelsdorf, Mareike Parzella - Beland GmbH Großheirath, Steve Blechschmidt - Gerber GmbH Neustadt b. Coburg, Paul Chyla - Wittig & Paulfranz GmbH Rödental, Wolfgang Dressel, Nico Köhler - Schirmer e.K. Mainleus, Steffi Lieberma - Mann GmbH Neustadt, Daniel Mai - Kolping-Berufsbildungs-gGmbH Bamber/Coburg, Philipp Rütten - Vogt Lichtenfels-Stetten, Tommy Tech - Heimrich Schmid GmbH Grub am Forst, David Wolf - BFZ gGmbH Lichtenfels / Kooperationsbetrieb Bernd Osterlänger Coburg.

Als BOB haben bestanden: Florian Brehm - Lützelberger GmbH Lautertal, Dominik Scheler - Oliver Lutz Rödental, Kevin Schmitt - Kolping Berufsbildungs-gGmbH Bamberg / Kooperationspartner Bernd Osterlänger Coburg, em