„Wir haben eigentlich gehofft, dass wir den Sprungturm wieder öffnen können“, so Betriebsleiter Jörn Kirchner. Wie die SÜC Bus und Aquaria GmbH berichtet, kamen die Experten der Landesgewerbeanstalt (LGA) aber in ihrem Gutachten zu einem anderen Ergebnis. Am Beton der Stützen und der Plattformen des Sprungturmes wurden mittels Bohrkernentnahmen nicht ersichtliche innere Schädigungen festgestellt. Der Sprungturm weist somit eine eingeschränkte Standsicherheit auf und darf nicht mehr benutzt werden. Aus sicherheitstechnischen Gründen wird auch die Nutzung des Sprungbeckens untersagt und durch einen Bauzaun eingegrenzt.

Dieses Schadensausmaß haben auch die Gutachter der LGA nicht erwartet, hatten sie doch erst im letzten Jahr das Fundament untersucht und in Bezug auf die Standsicherheit keine nennenswerten Schäden festgestellt. Auch die jährliche TÜV-Abnahme konnte die tiefliegenden Betonrisse nicht erkennen.

Laut dem Gutachten ist es auch nicht möglich, die Schädigungen durch Instandsetzungsmethoden zu beheben. „Nach dieser schlechten Nachricht müssen wir uns jetzt wohl oder übel Gedanken über den Abriss des Turmes machen“, bedauert SÜC-Geschäftsführer Wilhelm Austen.

Vorschaubild: © Jochen Berger (Archivbild 2018)