"Halsbrecherische" Verfolgungsjagd: Moped-Rowdy (17) rast innerorts mit Tempo 100 der Polizei davon

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Eigentlich wollte die Coburger Polizei einen Jugendlichen nur wegen eines fehlenden Kennzeichens kontrollieren. Doch der 17-Jährige startete auf seinem Moped eine wilde Verfolgungsjagd, bei der er auch über einen Fußweg bretterte.

Ohne Kennzeichen, unter Drogen und dabei auch noch viel zu schnell: Ein 17-Jähriger ist am Wochenende auf seinem Moped in Coburg vor der Polizei geflüchtet. Auch eine rote Ampel konnte ihn nicht stoppen.

Als die Coburger Polizisten am Sonntag (7. August 2022) gegen 2 Uhr sahen, dass an einem Leichtkraftrad ein Kennzeichen fehlte, wollten sie den 17-jährigen Fahrer sowie das Moped auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants in der Neustadter Straße kontrollieren.

Jugendlicher flüchtet auf Moped vor Polizei: Verfolgung endet mit Unfall

Der Jugendliche flüchtete jedoch auf seinem Fahrzeug und erreichte dabei innerorts bis zu 100 km/h. Zudem missachtete er eine rote Ampel und versuchte, über einen Fußweg vor den Beamten zu flüchten. Als er in der Kriegerdankstraße die Kontrolle verlor und von der Fahrbahn abkam, endete die "halsbrecherische "Verfolgungsjagd schließlich. Dort prallte der Jugendliche noch gegen einen Zaun und beschädigte diesen, berichtet die Polizeiinspektion Coburg.

Bei dem Sturz zog sich der 17-Jährige leichte Verletzungen zu. Die Beamten stellten das Moped sicher und ordneten eine Blutentnahme im Coburger Klinikum an. Da in der Nacht von Sonntag auf Montag nur wenige Verkehrsteilnehmer in der Stadt unterwegs waren, kam es zu keiner Gefährdung von Dritten.

Grund für die Flucht des Mopedfahrers und das bewusst entfernte Kennzeichen war wohl, dass der 17-Jährige vor der Fahrt Drogen konsumiert hatte. Die Coburger Polizei ermittelt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Kennzeichenmissbrauchs sowie Verstößen nach der Straßenverkehrsordnung.

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Vorschaubild: © Hendrik Schmidt/dpa (Symbolfoto)