Seßlacher Berg ist nach Bauarbeiten wieder für den Verkehr freigegeben
Autor: Redaktion
Seßlach, Montag, 26. August 2024
Der Seßlacher Berg im Landkreis Coburg wurde umfassend saniert und früher als geplant wieder für den Verkehr freigegeben. Zahlreiche Beteiligte lobten dabei die gute Zusammenarbeit.
Der feuerrote Chevrolet-Oldtimer von Uwe Schmidt aus Seßlach hatte die Ehre, als erstes Fahrzeug nach der offiziellen Freigabe den Seßlacher Berg runter und wieder rauf zu tuckern, so das Landratsamt Coburg in einer Pressemitteilung. Mit an Bord: Landrat Sebastian Straubel, Projektleiter Patrick Mohr, Bürgermeister Maximilian Neeb und Klaus-Peter Jander als Vertreter der Regierung von Oberfranken. Der Überraschungsbesuch von Uwe Schmidt samt Oldtimer passte gut zum feierlichen Anlass:
Schließlich stellt die Sanierung der Kreisstraße CO 25 den Seßlacher Berg hoch das zweitgrößte Straßenbauprojekt dar, das der Landkreis Coburg in seiner über 50-jährigen Geschichte umgesetzt hat – allerlei Superlative inbegriffen. Landrat Sebastian Straubel griff in seiner Ansprache gleich mehrere ungewöhnliche Aspekte auf. Dazu gehörte die Tatsache, dass der rund 3,3 Millionen Euro teure Ausbau deutlich früher fertig wurde als ursprünglich geplant. Das sei in der heutigen Zeit schon eine Besonderheit, betonte der Landrat und dankte allen Beteiligten für "eine tolle Gemeinschaftsleistung".
Die Hauptakteure waren neben der Regierung von Oberfranken die Baufirma Rädlinger sowie der Tiefbau-Fachbereich des Landratsamtes mit Projektleiter Patrick Mohr. Eine derart aufwändige Baustelle habe der Landkreis bislang noch nie komplett in Eigenregie abgewickelt – da dürfe man schon ein bisschen stolz sein, ergänzte Sebastian Straubel. Wenn auch Klaus-Peter Jander noch keinen genauen Fördersatz für den Ausbau der CO 25 zusagen konnte – er werde "bestmöglich" sein, versicherte der Leiter des Bereichs Straßenbau bei der Regierung von Oberfranken.
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Denn auch in Bayreuth hat man mitbekommen, dass die Arbeiten am Seßlacher Berg zügig und fachkundig umgesetzt wurden. Deshalb zeigte sich Jander überzeugt: "Diese Straße wird die nächsten 30 bis 40 Jahre halten." Sebastian Straubel zeigte sich froh darüber, dass sich der Freistaat Bayern finanziell kräftig am Ausbau des Seßlacher Bergs beteiligten wird: "Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur sind Investitionen in die Zukunft des ländlichen Raumes."
Einer, der beim Ausbau nicht nur eng mit dem Landratsamt, sondern auch mit der Regierung in Kontakt stand, war Gerhard Ehrlich. "Er hat sich in herausragender Art und Weise für diese Baumaßnahme eingesetzt", sagte der Landrat über Ehrlich, der Mitglied im Coburger Kreistag ist. Mit seiner Beharrlichkeit bei der Unterstützung der Ausbaupläne dürfe er den Seßlacher Berg auch ein bisschen als "seinen Berg" empfinden, sagte Sebastian Straubel zu Gerhard Ehrlich.
"Total begeistert" zeigte sich Maximilian Neeb vom Ablauf der Bauarbeiten. Die Tatsache, dass die CO 25 gut zwei Monate früher als geplant wieder freigegeben werden konnte, führte der Seßlacher Bürgermeister auf die "sehr, sehr gute Zusammenarbeit" aller Beteiligten zurück. Trotz mancher Probleme wie dem schlechten Wetter während der ersten Bauphase im Mai, sei die gegenseitige Rücksichtnahme der Schlüssel zum Erfolg gewesen, ergänzte Neeb. Dem pflichtete auch der Landrat bei: "Es gab ein gutes Miteinander mit der Stadt Seßlach – nur so kann eine Baustelle so gut funktionieren."
Ihre Eindrücke vom Alltag direkt auf der Baustelle schilderten Patrick Mohr sowie Michael Russ und Rene Dietrich von der Firma Rädlinger. So ein Projekt wie der Seßlacher Berg sei selbst für ein großes Unternehmen wie Rädlinger eine echte Herausforderung, versicherte Russ und lobte die Arbeit der "Profis", die auf allen Ebenen am Projekt mitgewirkt haben.