Aufgrund einer erneut enttäuschenden Defensivleistung hat Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth sein Auswärtsspiel bei den Skyliners Frankfurt sang- und klanglos mit 86:104 verloren und damit die vierte Saisonniederlage kassiert.

Bundesliga

Skyliners Frankfurt - Medi Bayreuth 104:86 (52:49)

Nicht über die Rolle eines Aufbaugegners kamen Medi Bayreuth im Gastspiel bei den zuvor zuhause noch sieglosen Hessen hinaus. Nur 70 Punkte produzierte deren Offensive in den vorangegangenen fünf Spielen, gegen Bayreuth hatten sie diesen Wert bereits Mitte des dritten Viertels erreicht und sich mit einem beeindruckenden Endspurt ihren ersten dreistelligen Sieg der Saison gesichert.

"Verteidigung ist Einstellungssache. Man muss es einfach wollen. Wir haben schon gezeigt, dass wir gut verteidigen können. Warum uns das derzeit nicht gelingt, müssen wir schnell herausfinden, sonst wird es schwierig", brachte es Medi-Kapitän Bastian Doreth nach Spielende auf den Punkt. Wie schon in der Vorwoche in Braunschweig waren die Bayreuther, die Mitte des zweiten Viertels nach einem erfolgreichen Dreier von Frankfurts US-Routinier Quantez Robertson (37:36, 15.) die Führung letztmalig abgaben und danach beständig einem Rückstand hinterherlaufen mussten, in der Defensive zumeist einen Schritt zu spät.

Frankfurt bestraft Bayreuth konsequent

Die Frankfurter bestraften das konsequent und kamen immer wieder zu einfachen Punkten. Egal, ob aus der Distanz mit 15 Dreiern oder an den Brettern, an denen Michael Kessens und Kamari Murphy deutliche Vorteile gegenüber Dererk Pardon und Andreas Seiferth hatten (32:22 Punkte; 12:8 Rebounds). Und auch gegen Frankfurts blendend aufgelegten isländischen Nationalspieler Jon Axel Gudmundsson, der die Partie als Topscorer mit 25 Punkten (6 Dreier) beendete und zudem noch acht Assists verteilte, fanden die Wagnerstädter kein Mittel.

"Frankfurt hat uns einfach öfter bestraft, als wir sie. Wir hatten große Probleme, Matt Mobley und Jon Gudmundsson zu stoppen. Entweder haben sie selber gepunktet oder ihre großen Leute gefunden. Wir sind defensiv gefordert, die Dreipunktelinie besser zu verteidigen. Nicht nur heute, sondern insgesamt", analysierte Medi-Head Coach Raoul Korner. Bester Spieler in einer insgesamt enttäuschenden Bayreuther Formation war Frank Bartley mit 22 Punkten (4 Dreier). Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich den Bayreuthern bereits am morgigen Dienstag im Heimspiel gegen s.Oliver Würzburg.