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Bayreuth
Basketball

Medi Bayreuth enttäuscht die Fans

Das Medi-Team verliert nach schwacher Leistung mit 69:85 gegen Ulm. Es ist ein großer Rückschlag im Kampf um die Play-off-Plätze.
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Nate Linhart (links) war mit 16 Punkten bester Bayreuther Werfer gegen Ulm (rechts Archie Goodwin). Am Ende hatte das Medi-Team mit 69:85 das Nachsehen.  Foto: Peter Mularczyk
Nate Linhart (links) war mit 16 Punkten bester Bayreuther Werfer gegen Ulm (rechts Archie Goodwin). Am Ende hatte das Medi-Team mit 69:85 das Nachsehen. Foto: Peter Mularczyk

Medi Bayreuth hat in der zweiwöchigen Länderspielpause seine Form verloren. Statt mit dem wettbewerbsübergreifend sechsten Sieg in Folge auf einen Play-off-Platz der Bundesliga zu klettern, gab es eine enttäuschende 69:85-Heimniederlage gegen Ulm. Zur Pause hatten die Oberfranken noch mit 38:36 geführt. Vor 3307 Zuschauern fiel die Entscheidung unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als die Ulmer in der Verteidigung die Intensität deutlich erhöhten und so einen entscheidenden Vorsprung herausspielen konnten.

Bundesliga

Medi Bayreuth - Ratiopharm Ulm 69:85 (18:19, 20:17, 11:23, 20:26) "Das war ein grottenschlechtes Basketball-Spiel", sagte der frustrierte Medi-Trainer Raoul Korner. "Ulm hat nach dem Seitenwechsel die Kurve gekriegt, wir leider nicht. Ich habe nichts von alledem gesehen, was uns in den zurückliegenden Wochen zu einem Play-off-Aspiranten gemacht hat."

Bis zu Pause lieferten sich beide Teams eine ausgeglichene und von vielen Fehlern geprägte Partie auf niedrigem Niveau. Bis zur 18. Minute lagen die Gäste stets in Führung, dann erwischten die Medi-Korbjäger den besseren Endspurt bis zur Pause: Kapitän Bastian Doreths zweiter Dreier sorgte für die erste Bayreuther Führung (32:29), Andreas Seiferth stellte wenig später den 38:36-Pausenstand her.

Nach dem Seitenwechsel war es schnell um die Wagnerstädter geschehen. Denn während die Ulmer giftig aus der Kabine kamen und nun die Zügel deutlich anziehen konnten, fanden die Bayreuther weiterhin nicht zu ihrem flüssigen Offensivspiel, das sie in den zurückliegenden Wochen ausgezeichnet hatte. Mitte des Viertels konnten die Schützlinge des slowenischen Trainers Jaka Lakovic erstmals zweistellig in Führung gehen (42:52, 25.) und diesen Vorsprung bis zum Start in das letzte Viertel verteidigen (49:59, 30.).

"Ich denke, dass wir im dritten Viertel einiges besser als zuvor gemacht haben. Wir hatten es jetzt raus, wie wir die Defensive gegen Bayreuth stellen mussten. Das war wohl der Schlüssel zu unserem heutigen Sieg", meinte Lakovic.

Ihre beste Phase nach dem Seitenwechsel hatten indes die Bayreuther Mitte des Schlussabschnittes, als sie nach einem Vierpunktspiel von Bryce Alford und zwei erfolgreichen Freiwürfen von James Robinson nochmals bis auf 57:63 (34.) herankamen. Mit einigen unkonzentrierten Würfen und mehreren Ballverlusten versäumten es die Bayreuther danach jedoch, die Ulmer weiter in Bedrängnis zu bringen. Ulms Topscorer Tyler Harvey sorgte mit drei Freiwürfen für den 69:85-Endstand.

Bester Werfer bei den Bayreuthern, die ihre Stärke von der Dreierlinie diesmal nicht ausspielen konnten und magere 6/29 Würfe trafen, war Routinier Nate Linhart mit 16 Punkten. Medi Bayreuth: Robinson (8), Feneberg, Doreth (6/2), Seiferth (10), Meisner (5), Alford (9/2), Travis (8), Prycszs, Bruinsma (7/1), Linhart (16). Ratiopharm Ulm: Harvey (20/4), Hayes (14), Günther (3/1), Phillipps (2), Jerrett (12/2), Obst (10/2), Goodwin (14), Hinrichs (6/1), Schilling (2), Willis (2).

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