Im vierten Jahr nach der Rückkehr in die Bundesliga soll nicht mehr "nur" der Klassenerhalt das Ziel sein. "Wir haben Spieler geholt, die schon in europäischen Wettbewerben gespielt haben. Daran sieht man, wohin die Reise gehen soll", sagt Geschäftsführer Martin Piotrowski.

Mit der Verpflichtung von Power Forward Ronald Burrell vom Vizemeister EWE Baskets Oldenburg haben die Bayreuther schon kurz nach Ende der vergangenen Saison, die sie auf Platz 15 beendet hatten, für den ersten Paukenschlag gesorgt. Dann angelten sie sich Zach Morley von Alba Berlin. Der Vertrag mit dem US-Amerikaner wurde aber kurz vor Beginn der Saisonvorbereitung wieder aufgelöst, weil sich Morley schwer verletzt hatte.

Doch die Bayreuther fanden schnell Ersatz, und auch der kann sich sehen lassen. Mit Kyle Weems wechselte der letztjährige Topscorer der Telekom Baskets Bonn zu den Oberfranken. Unter dem Korb verstärkt künftig der vom belgischen Klub Belfius Mons-Hinault geholte Center Brian Qvale das Team von Trainer Predrag Krunic.

Den ehemaligen Oldenburger Meistercoach, der im März den Holländer Marco van den Berg ersetzt hatte, bezeichnet Piotrowski als Glücksgriff. Mit dem als ehrgeizig geltenden Bosnier wollen die Bayreuther langfristig an alte Erfolge (Double 1989) anknüpfen. Dank des neuen Namenssponsors konnte der Verein den Etat um rund eine Million Euro auf 2,5 Millionen erhöhen und zählt finanziell damit nicht mehr zu den Schlusslichtern der Liga.

So sollte auch der Abstiegskampf kein Thema mehr sein. "Wir wollen für die ein oder andere Überraschung sorgen", sagt Piotrowski. Der Geschäftsführer tritt aber angesichts der in Fankreisen ausgebrochenen Euphorie auch auf die Bremse: "Das Erreichen der Play-offs ist kein Muss."