Landkreis Bayreuth: Paarungszeit der Wölfe – "Hunde bitte an die Leine nehmen"
Autor: Redaktion
LKR Bayreuth, Montag, 21. Februar 2022
Ende Februar beginnt für die Wölfe im Veldensteiner Forst die Paarungszeit. Aus diesem Grund werden vor allem Hundebesitzer*innen um Vorsicht gebeten. Verschiedene Verhaltensweisen werden bei einer Begegnung mit Wölfen vorgeschlagen.
Für das Wolfsrudel im Veldensteiner Forst beginnt Ende Februar/Anfang März die Paarungszeit. In dieser sogenannten Ranzzeit sorgen das jeweils ranghöchste Weibchen und Männchen für Nachwuchs, wie das Landratsamt Bayreuth erklärt. Da das Leitpaar teilweise aggressiv auf andere geschlechtsreife Wölfe reagiere und diese so vertreibe, seien die ein- und zweijährigen Jungwölfe verstärkt in Kleingruppen oder einzeln unterwegs.
"Derzeit kommt es vermehrt zu Beobachtungen von Wölfen", berichtet Karsten Gees, Wildtiermanager der Regierung von Oberfranken. "Gegenüber Menschen verhalten sich Wölfe scheu und vorsichtig. Sie beobachten ihre Umgebung genau, ziehen sich vor dem Menschen aber zurück. Bei umsichtiger Verhaltensweise verlaufen solche Situationen daher unproblematisch."
"Falls ein Hund dabei ist, sollte dieser angeleint sein und nah beim Menschen geführt werden. Besonders während der Ranzzeit werden Hunde, die wie der Wolf zur Familie der Caniden gehören, entweder als mögliche Partner oder als Rivalen angesehen. Ein Hund an der kurzen Leine wird vom Wolf als eine Einheit mit dem Menschen angesehen, dadurch wird er vom Wolf nicht mehr als so interessant wahrgenommen. Hundebesitzer, die eine Begegnung mit einem Wolf vermeiden wollen, halten sich am besten in der Siedlung oder in offener Feldflur auf und drehen am hellen Tag ihre Runden", heißt es.
Video:
„Sollte es dennoch zu einer Begegnung mit dem Wolf kommen, helfen ein paar einfache Regeln", erklärt Karsten Gees:
Abstand halten!
Haben Sie Respekt vor dem Wolf und halten Sie Abstand. Verfolgen Sie den Wolf nicht. Als Wildtier könnte er sich bedroht fühlen und sich verteidigen.
Nicht wegrennen!
Möchten Sie mehr Abstand, ziehen Sie sich langsam und ruhig zurück. Behalten Sie dabei immer den Wolf im Blick. Schnelles Wegrennen kann bei Beutegreifern ein Verfolgungsverhalten auslösen.
Auf sich aufmerksam und groß machen!
Erscheint Ihnen der Wolf zu nahe, machen Sie sich deutlich bemerkbar. Machen Sie auf sich aufmerksam, indem Sie laut sprechen, gestikulieren oder in die Hände klatschen.