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Depot-Filiale in Bayreuth schließt nach erneuter Insolvenz


Autor: Riccarda Rascher

Bayreuth, Mittwoch, 24. Juni 2026

Die Depot-Filiale neben der Spitalkirche steht offenbar vor dem Ende. Nach der zweiten Insolvenz binnen zwei Jahren bleiben viele Fragen offen.
Räumungsverkauf bei Depot (Archivbild)


Das Depot-Geschäft direkt neben der Spitalkirche schließt offenbar seine Türen: "Räumungsverkauf". Damit verliert die Bayreuther Innenstadt eines der größeren Einzelhandelsgeschäfte in der Fußgängerzone. Über mehr als zehn Jahre hinweg war Depot für viele Bayreuther ein fester Anlaufpunkt für Wohnaccessoires, Dekorationen und Kleinmöbel. Nun deutet alles auf das Ende dieses Kapitels hin.

Hinter der Kette steht die GDC Deutschland GmbH, früher Gries Deco Company GmbH. Das Unternehmen meldete im Mai 2026 erneut Insolvenz an – bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren. Das Amtsgericht Aschaffenburg ordnete eine vorläufige Eigenverwaltung an. Geschäftsführer Christian Gries bleibt im Amt, agiert jedoch unter Aufsicht des gerichtlich bestellten Sachwalters Thomas Rittmeister von der Kanzlei Reimer. Auf Anfrage von inFranken.de an das Büro der Kanzlei gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen zum Verfahren. 

Depot "Räumungsverkauf": Fragen unbeantwortet

Bereits nach der ersten Insolvenz 2024 war das Filialnetz deutlich geschrumpft – von rund 400 auf etwa 280 Standorte. Im Jahr 2025 sollte weiter auf etwa 150 Filialen reduziert werden. Warum genau die Bayreuther Filiale betroffen ist und warum jetzt, bleibt bislang offen. Eine offizielle Bestätigung gibt es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht. Auch zum Zeitpunkt der Schließung äußert sich das Unternehmen nicht. Versuche, Kontakt zur Zentrale oder zum Sachwalter aufzunehmen, blieben erfolglos. Auch Fragen nach den betroffenen Mitarbeitern oder möglichen weiteren Schließungen werden derzeit nicht beantwortet. 

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Die Probleme der Kette bestehen bereits seit Jahren. Nachwirkungen der Corona-Pandemie, gestiegene Kosten sowie zunehmender Wettbewerb durch Online-Plattformen setzten Depot unter Druck, erklärte Geschäftsführer Christian Gries. Im Juli 2024 wurde ein Schutzschirmverfahren eingeleitet – eine Insolvenz in Eigenverwaltung. Bereits damals wurden zahlreiche Filialen geschlossen und Stellen abgebaut.

Noch im November 2024 galt der Bayreuther Standort als gesichert. Auch andere Filialen in der Region standen damals nicht auf Schließungslisten. Mit der erneuten Insolvenz im Mai 2026 änderte sich die Lage jedoch erneut. Auch ein oberfränkisches Traditionsunternehmen schließt Filialen, darunter eine in Bayreuth.