Die Seebühne auf dem Geländer der Landesgartenschau 2016 in Bayreuth. Im August 2017 findet hier ein großes kostenloses Festival statt. Foto: Nicolas Armer/ dpa
Veranstalter Cornelius Sturm (2. von rechts) mit den Sponsoren des Bayreuther Seebühnenfestivals 2017. Foto: Markus Klein
Musterexemplare der "Supporter Cards", mit denen Unternehmen und Privatpersonen das Bayreuther Seebühnenfestival 2017 noch unterstützen können. Die Originale gibt es dann in Scheckkartengröße. Foto: Markus Klein
Das Team vom Kulturkiosk "Zur Seebühne" bei der Eröffnung im April 2017 in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Betreiber, Anwalt und Veranstalter Cornelius Sturm (3. von rechts) hat sich seit dem Ende der Landesgartenschau für ein Festival auf dem Gelände stark gemacht. Nun erreicht uns die Nachricht: Es findet statt. Foto: Cornelius Sturm/ privat
Auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau in Bayreuth findet vom 10. bis 13. August ein kostenloses Open-Air-Festival statt.
Jetzt ist es offiziell: Bayreuth bekommt in der Wilhelminenaue, dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau, ein Sommerfestival. Umsonst und unter freiem Himmel. Auf einer Pressekonferenz am Freitag (30. Juni) stellte Veranstalter Cornelius Sturm das Rahmenprogramm, die auftretenden Bands, und die Sponsoren des Bayreuther Seebühnenfestivals 2017 vor.
Nach den vielen erfolgreichen Konzerten an der Seebühne auf der Landesgartenschau 2016 in Bayreuth wollten mehrere Veranstalter das Gelände im diesjährigen Sommer für ein großes Festival nutzen. Lange wurde mit der Stadt verhandelt. Schon im Dezember sah das ursprünglich angedachte Organisationsteam schwarz für das Fest. Der ehemalige Kulturreferent der Landesgartenschau, Cornelius Sturm, hat die Hoffnung aber nicht aufgeben. Nun steht fest: Vom 10. bis zum 13. August wird es ein "Bayreuther Seebühnenfestival 2017" geben.
Das Programm
Das Programm des Bayreuther Seebühnenfestivals 2017 gliedert sich in die Themenschwerpunkte Rock, Soul & Oldies, Songs an der Seebühne, Family-Day und Electro-Day. Der "letzte Ton" auf der Live-Bühne erklingt laut Sturm am Donnerstag und Freitag um 22 Uhr. Der große Biergarten, der von Food-Trucks umrandet sein wird, soll danach noch offen haben. Die letzte Runde wird man dort bis 22.30 Uhr am Donnerstag und Freitag, bis 23.30 Uhr am Samstag und bis 20.30 Uhr am Sonntag bestellen können. Jeweils eine halbe Stunde danach ist Schluss. Die Musik spielt am Samstag bis etwa 23 Uhr und am Sonntag bis 21 Uhr. "Festnageln können Sie mich auf die Uhrzeiten aber noch nicht", sagt Sturm. Er müsse die Details noch mit dem Ordnungsamt klären.
Donnerstag, 10. August: Rock, Soul und Oldies
- Einlass: 15 Uhr - 16.30 Uhr: Phil Callin' (Songs von Phil Collins und Genesis) - 18.30 Uhr: The Silhouettes (Oldies) - 20.30 Uhr: Bayreuth Eleven (Rock & Soul)
Freitag, 11. August: Songs an der Seebühne
- Einlass: 15 Uhr - 17 Uhr: Gewinner des Nachwuchs-Contests "Was mir noch fehlt, ist ein Liedermacher aus der Region", sagt Sturm auf der Pressekonferenz. Deshalb hat er kurzfristig einen Wettbewerb ins Leben gerufen. Er kenne viele Bands in der Region, würde aber auch gerne noch neue Künstler kennenlernen und unterstützen. Voraussetzung: "Es soll zum Zuhören und Nachdenken anregen; mit eigenen Texten", so Sturm. Ob das alleine an der Gitarre oder am Klavier, im Duett oder mit Band ist, sei völlig egal. Bewerben können sich oberfränkische Liedermacher per Pirvatnachricht an die Facebook-Gruppe oder per Mail an ra_sturm@me.com. Die Bewerbungsfrist hat Sturm übrigens spontan während der Konferenz festgelegt: Bis 10. Juli können sich Liedermacher um den Bühnenplatz bewerben.
- 18.30 Uhr: Fee Badenius & Stefan Ebert - 20.30 Uhr: Michael Fitz (der "Vollblutmusiker, der auch noch andere Dinge kann, wie etwa Schauspielen", so Sturm, trat bereits auf der Seebühne auf der Landesgartenschau 2016 auf; vor rund 2000 Zuschauern. Er ist laut Sturm der Headliner des Festivals)
Samstag, 12. August: Family Day
- Einlass: 12 Uhr - 13.30 Uhr: Zirkus-Show mit Zirkusdirektor Peter Hofmann - 15 Uhr: Black Rose Blues Band (Chicago Blues) - 19 Uhr: Oporto (Blues, Folk und Gypsy-Jazz aus Bamberg) - 21 Uhr: Voice Male (A-Capella-Pop aus Belgien)
- Headliner am Sonntag: DJane Dinky (Resident-DJ im Berghain Berlin)
Die Sponsoren und wie man noch einer werden kann
Cornelius Sturm ist es ein großes Anliegen, die Hauptsponsoren beim Namen zu nennen, die das Seebühnenfestival 2017 so kurzfristig noch ermöglicht haben. Der Stromnetzbetreiber Tennet, Maisel's Weißbier, Bionade, das Ophira Handelshaus aus Baden-Würtemberg und die SK-Security-Service GmbH. Ophira handelt mit Gold und Silber und stellt auch Erinnerungs- und Geschenkkarten mit kleinen Gold- und Silberbarren her. Auf dem Seebühnenfestival werden kleinere Karten als Erinnerung verkauft. Dafür suchen die Edelmetallhändler noch "Goldfeen", die die Karten anbieten. Als Fee bewerben kann man sich unter der Mailadresse kontakt@ophira.de
Weil laut Sturm mehrere Bayreuther nachfragten, wie man das Festival noch unterstützen kann, hat er sich gemeinsam mit den Goldhändlern die Idee der "Supporter-Cards" ausgedacht: Hochwertige Karten mit Gold- oder Silberbarren können im Vorfeld für 249 Euro oder 449 Euro gekauft werden, um das Festival zu unterstützen. Dazu gibt es eine Flasche Champagner und Zugang zum VIP-Bereich, in dem es auch Stühle geben wird.
Für die anderen Festivalbesucher wird es keine Bestuhlung an der Seebühne geben. Sturm rät, Kissen oder Decke mitzunehmen. "So entsteht auch eine Leichtigkeit", meint er. Die Seebühne selbst werde nicht ganz so groß sein wie die der Landesgartenschau. Dafür sei es in diesem Jahr zu kurzfristig. Der Seeblick bleibt aber natürlich.
"Ich hätte auch bis 2018 warten können, dann wäre mehr Planung möglich", erzählt Sturm. "Aber mir war es wichtig, den Groove und den Drive der schönen Landesgartenschau mitzunehmen. Und die Wilhelminenaue in Bayreuth weiter zu etablieren."
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Nach der Neubegrünung der Wilhelminenaue und der erfolgreichen Landesgartenschau 2016 in Bayreuth ist lange Zeit die Frage im Raum geblieben: Wie geht es weiter mit dem schönen Gelände?
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Am 8. April wurde die Wilhelminenaue mit einer großen Feier an die Bürger übergeben. Seitdem nutzen die Bayreuther das Gelände für Spaziergänge, Spielplatzbesuche und Sport. Wegen der erfolgreichen Konzerte auf der Seebühne während der Landesgartenschau lag eine Nutzung für ein großes Fest im Raum. Das wollten zunächst die Veranstalter "Motion Kommunikation" und "Semmel Concerts" veranstalten. Nach längeren Verhandlungen stimmte der Bayreuther Stadtrat gegen eine Zuzahlung, weshalb die Veranstalter das Festival für gescheitert erklärten.
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Viele Bayreuther fanden das schade. Der ehemalige Kulturreferent der Landesgartenschau, Cornelius Sturm, hat die Hoffnung aber nicht aufgeben. "Die Leute sollen den Groove der Landesgartenschau im nächsten Sommer wieder erleben können", sagt der Rechtsanwalt und ehemaliger Leiter der Bayreuther Kulturstätte "Das Zentrum".
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Im Dezember 2016 gründete er eine Facebook-Gruppe, laut Sturm um das Interesse der Öffentlichkeit an einem Fest dort abschätzen zu können. Das Interesse war groß: Er erhielt viel Zuspruch von Facebook-Fans und nach eigenen Angaben auch kurz nach der Gruppengründung schon Angebote von Künstlern und Sponsoren. Im Juni hat er dann verkündet: "Es findet statt".
Einzelheiten zu Sponsoren und Programm wird Sturm am Freitag (30. Juni) auf einer Pressekonferenz bekannt geben. Seine Vorstellungen im Vorfeld waren: "Ein großes, mehrtägiges Kulturfestival. Umsonst soll es sein und für jeden zugänglich."