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Drastisches Unfall-Szenario auf A9 bei Bayreuth simuliert


Autor: Anton Knorr

Bayreuth, Montag, 16. März 2026

In Oberfranken übten rund 200 Einsatzkräfte den Ernstfall. Im Rahmen einer Großübung bereiteten sie sich auf der A98 auf ein schweres Unfallszenario vor.


In der Einhausung der A9 in Bayreuth spielten sich am Samstag (14. März 2026) dramatische Szenen ab. Die Ausgangslage vor Ort: Der Unfall zwischen einem Auto und einem Lkw hatte ein Feuer ausgelöst, das den Tunnel zeitweise vollständig in dichten Rauch hüllte. In dem dadurch verursachten Stau kam es dann auch noch zu einer Massenkarambolage mit acht Fahrzeugen, wobei mehrere Personen eingeklemmt wurden. Dieses drastische Unfallszenario war jedoch nur für Übungszwecke ausgedacht.

Feuerwehr und BRK Bayreuth erklären in einer Pressemitteilung Intention und Ablauf der aufwendigen Aktion. An der Großübung waren demnach rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beteiligt. Die Nutzung des Tunnels zu Trainingszwecken war durch die A9-Sperrung möglich, die wegen der Abrissarbeiten an der Hochbrücke erfolgte

Großschadenslage in Autobahntunnel bei Bayreuth simuliert: Rund 200 Einsatzkräfte beteiligt

Für die Feuerwehr standen bei der Übung das Vorgehen bei der Brandbekämpfung und Menschenrettung in Straßentunneln, die Rettung aus Unfallfahrzeugen sowie die Wasserversorgung im Mittelpunkt. Das bayerische Rote Kreuz trainierte vor allem den Aufbau und Betrieb einer Sammelstelle für Verletzte und das koordinierte Abtransportieren von Patienten. Die Zusammenarbeit der Einsatzleitungen war darauf ausgerichtet, die Kräfte zu koordinieren und Ordnung vor Ort zu schaffen. Beide Teams hatten ihre Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe zueinander aufgestellt, um gemeinsam ihre Arbeit zu organisieren.

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Die Polizei nahm mit zehn Beamten an der Übung teil und kümmerte sich um die Feststellung der Personalien sowie die Zuordnung der Beteiligten zu ihren Fahrzeugen. Das Übungsgeschehen dauerte laut Angaben der Feuerwehr rund zwei Stunden und wurde stets von Beobachtern überwacht. Durch deren Feedback soll die zukünftige Vorgehensweise im Ernstfall verbessert werden. Die Feuerwehr hebt hervor, dass die immense Verrauchung des Tunnels eindrucksvoll bewiesen habe, wie überlebenswichtig es ist, das Auto in solch einem Fall schnell zu verlassen und sofort die Fluchtwege aufzusuchen.

Für die Einsatzkräfte bestätigte sich überdies die Bedeutung des Austausches bei regelmäßigen Treffen, die der reibungslosen Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen dienen. Zu den knapp 200 Helfern zählten auch das THW Bayreuth, das für die Verpflegung der Übungsteilnehmer zuständig war. Darüber hinaus halfen 24 Personen beim Auf- und Abbau des Szenarios, zwölf weitere waren als Verletztendarsteller involviert. Erst im Februar kam es auch am Flughafen Nürnberg zu einer Notfallübung, an der hunderte Einsatzkräfte beteiligt waren. Weitere Nachrichten aus Bayreuth und der Region gibt es in unserem Lokalressort.