Ein Lkw-Fahrer überfährt auf der A9 bei Bayreuth mehrere Warnbaken und kümmert sich anschließend nicht um weitere Schadensbegrenzung. Leidtragende sind anschließend die Insassen nachfolgender Fahrzeuge.
Weil sich ein Lkw-Fahrer am Montagmorgen auf der A9 bei Bayreuth nicht um einen von ihm angerichteten Schaden kümmerte, wurden mindestens 14 nachfolgende Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen.
Wie die Polizei berichtet, war der 25‑Jährige aus Baden-Württemberg gegen 6.30 Uhr mit seiner Sattelzugmaschine zwischen der Anschlussstelle Bayreuth-Süd und Bayreuth-Nord in Richtung Berlin unterwegs, als er dort über mehrere Warnbaken fuhr, die am rechten Fahrstreifen aufgestellt waren.
Zahlreiche Fahrzeuge auf A9 bei Bayreuth beschädigt - Verursacher identifiziert
Anschließend kümmerte er sich nicht um das Unfallgeschehen und fuhr weiter. 14 nachfolgende Fahrzeuge - so der aktuelle Stand - fuhren im Anschluss über die auf der Fahrbahn verteilten, teils größeren Teile und wurden beschädigt. Allen Fahrzeugführern gelang es, ihre Pkw oder Kleintransporter in den abgebakten Bereich zu fahren.
Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth begaben sich zur Unfallstelle, entfernten zunächst die noch auf der Fahrbahn befindlichen Teile der überfahrenen Warnbaken und machten sich dann an die Unfallaufnahme. Eine Fahndung nach dem Lkw blieb zunächst ohne Erfolg. Alle beschädigten Fahrzeuge wurden entweder abgeschleppt oder die Fahrer konnten sich vor Ort selbst um die Beschädigungen kümmern.
Rund zwei Stunden später meldete sich eine Spedition bei der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth. Einer ihrer Fahrer hatte sich gemeldet und von einem Unfallgeschehen berichtet. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Mann um den flüchtigen Fahrer des Lkw. Ihn erwartet eine Anzeige wegen Unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Der Gesamtschaden wird auf etwa 20.000 Euro beziffert.