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Bayreuth
Lokaleröffnung

Snackbar "Focacciala" eröffnet mitten in Corona-Krise - kann das funktionieren?

In Bayreuth hat mitten in der Corona-Krise ein neues Lokal eröffnet. Seit dem 1. Juli 2020 empfängt der Inhaber Hannes Frach Kundschaft in seiner Snackbar. "Ehrlich gesagt, hatte ich sogar Glück", erklärt er im Interview.
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Focacciala Snackbar Bayreuth Fladenbrot
Das Team des Focacciala in Action. Hier werden Fladenbrote gebacken, belegt und von der Kundschaft verköstigt. Foto: Hannes Frach

Neues Lokal in der Stadt: Snackbar "Focacciala" macht in Bayreuth auf.  Bayreuths Gastronomie hat Zuwachs bekommen. Seit dem 1. Juli 2020 begrüßt die Snackbar „Focacciala“ in der Ludwigstraße 14 ihre Gäste. Die Neueröffnung inmitten der Corona-Krise ist positiv verlaufen, wie Geschäftsführer Hannes Frach im Gespräch mit inFranken.de erzählt.

"Die ganze erste Woche lief es sehr, sehr gut. Ich bin positiv überrascht über den Absatz, den wir machen, und dass die Leute in der Woche auch schon zwei- bis dreimal da waren, weil es ihnen einfach schmeckt", erklärt der Inhaber stolz.

Das "Focacciala": Eine kleine Snackbar im Herzen Bayreuths

Das Konzept stellt der frischgebackene Lokalbesitzer folgendermaßen vor: "Also eigentlich ist das Weißbrot, mit Olivenöl in einem Blech gebacken. Es ist dadurch sehr saftig. Das wird dann so zwischen drei und fünf Zentimeter hoch und dann belege ich das mit hausgemachten Antipasti. Zum Beispiel mit gegrillter und gerösteter Paprika oder getrüffeltem Ricotta, natürlich alles nach hauseigener Rezeptur. Und vegetarische und vegane Versionen gibt’s natürlich auch!"

Das "Focacciala“ selbst ist recht klein. „Eine kleine Snackbar eben, es gibt zurzeit nicht mal Stehtische oder Sitzplätze wegen Corona. Halt ein Takeaway-Laden. Die Idee zum Konzept kommt eigentlich von Freunden – ich habe mit meiner Frau in Florenz Urlaub gemacht und Freunde gaben uns einen Tipp mit, dass wir die italienische Focaccia – die Bezeichnung für das Fladenbrot – unbedingt probieren müssten. Davon haben wir dann auch was mit nach Hause genommen und mit Freunden verköstigt.“

Hannes Frach übertrumpft italienische Focaccia

Die Freunde appellierten an Hannes Frach: ‚Hannes, sowas musst du eigentlich in Bayreuth aufmachen!‘. Der Besitzer erzählt weiter: „Damals habe ich noch gelächelt. Trotzdem haben wir angefangen, ein bisschen an dem Rezept zu tüfteln. Als wir zwei Jahre später wieder in Florenz waren, dachten wir nur: Hey – wir machen das daheim mittlerweile leckerer als hier.“

Der Besitzer des kleinen Lokals „Focacciala“ hat schon viel gemacht: „Ich habe bei Musikveranstaltungen in Bayreuth mitgemacht, in einer Veranstaltungsfirma gearbeitet und ursprünglich gelernt hatte ich Raumausstatter. Natürlich habe ich auch schon viel in der Gastronomie gearbeitet. Und zuletzt habe ich Kinderherzen höherschlagen lassen und Spielplätze in ganz Deutschland gebaut.

„Ich bin froh, dass der Laden endlich fertig ist“, erzählt der Geschäftsführer. „Warum ich in der Corona-Krise ein Lokal aufmache? Das habe ich schon vor Corona geplant und dann konnte ich nicht mehr zurück. Aber Spaß beiseite, der Erfolg gibt mir bisher recht. Gerade bei einem Takeaway-Laden ist das recht unkompliziert. Ein bisschen Mut hat aber auch dazugehört."

Trotzdem hat er anscheinend alles richtig gemacht: „Wenn ich gewusst hätte, es kommt die Corona-Pandemie – ich hätte das alles trotzdem so gemacht. Ehrlich gesagt, hatte ich eigentlich sogar Glück mit Corona. Klar, das hat mich ganze zwei Monate gekostet, aber das waren zwei sehr intensive Monate, die ich mit meiner Tochter und meiner Frau verbracht habe. Deswegen bin ich für die Zeit sehr dankbar. Andere Freunde hat es härter getroffen, die haben auch Grund sich zu beschweren – ich aber nicht.“

Schausteller haben es in Zeiten der Corona-Pandemie mit am schwersten. Seit Monaten gilt das aktuelle Veranstaltungsverbot - die CSU-Abgeordnete Brendel-Fischer setzt sich nun für sie ein. Für Unmut sorgt bei der Bayreutherin indes ein Stichtag.