A9 bei Bayreuth: Sieben Unfälle und mehrere Verletzte im Starkregen
Autor: Redaktion
Bayreuth, Freitag, 16. Sept. 2022
Zu mehreren Unfällen mit Verletzten ist es am Donnerstag auf der A9 gekommen. Grund für die Unfälle waren nicht angepasste Fahrweisen bei Starkregen.
Eine Regenfront am Donnerstag hat für reichlich Blechschaden auf der A9 bei Bayreuth gesorgt. In allen Fällen haben heftiger Platzregen und darauf folgendes Aquaplaning eine Rolle gespielt, da die jeweiligen Fahrzeugführer*innen ihre Geschwindigkeit nicht den Witterungsbedingungen angepasst haben.
Den Anfang machte ein Autofahrer gegen 05.30 Uhr bei Marktschorgast (Landkreis Kulmbach) in Fahrtrichtung München, als er beidseitig in die Leitplanken prallte und am Standstreifen zum Stehen kam.
Gegen 06.35 Uhr verlor ein 32-jähriger Münchner die Kontrolle über sein Fahrzeug, touchierte die rechte Leitplanke und kam entgegengesetzt der Fahrtrichtung (Bayreuth) zum Stehen.
A9: Mehrere Unfälle durch nicht angepasste Geschwindigkeit
Fast an identischer Stelle passte ein 38-jähriger Marktredwitzer seine Geschwindigkeit nicht den Wetterverhältnissen an. Auch er beschädigte mehrere Leitplankenfelder und seine Fahrzeugfront wurde deformiert. Zur gleichen Zeit, gegen 06.47 Uhr, ereignete sich kurz nach der Anschlussstelle Pegnitz ein weiterer Unfall. Auch hier hatte ein Autofahrer sein Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle, krachte in die Leitplanke und wurde hierbei leicht verletzt.
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Im Gemeindegebiet Hummeltal (Landkreis Bayreuth), zwischen Bayreuth-Süd und Trockau, krachte es kurz vor 8 Uhr gleich zweimal am heftigsten. Zunächst schleuderte ein 43-Jähriger aus dem Landkreis Bayreuth mit seinem Auto über die Fahrbahn und schlug in der Betonschutzwand ein. Er wurde hierbei leicht verletzt. Kurz danach überschlug sich eine 53-jährige Bayreutherin mit ihrem Fahrzeug und wurde hierbei ebenso wie ihre Beifahrerin schwer verletzt.
Den Abschluss machte gegen 08.15 Uhr ein 68-Jähriger im Bereich Pegnitz. Auch er konnte sein Auto durch den Starkregen nicht mehr kontrollieren, streifte die Betonwand und zog sich leichte Verletzungen an der Hand zu.
In Folge von Starkregen: Unfälle verursachen Sachschaden im sechsstelligen Bereich
Neben Polizei und Rettungsdienst waren die Feuerwehren aus Bayreuth, Trockau, Ottenhof und Plech zur Absicherung und Reinigung der Unfallstellen im Einsatz. Ebenso die Autobahnmeisterei. Es entstand ein geschätzter Sachschaden in Höhe von etwa 100.000 Euro. Es kam zu temporären Stauungen. Alle Fahrzeugführer*innen erwartet eine Bußgeldanzeige und ein Punkt in Flensburg. Gegen die 53-jährige Bayreutherin wird zudem ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung infolge eines Verkehrsunfalles eingeleitet.