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Wird das Untere Schloss in Bischberg eine Gaststätte oder eine Bücherei?


Autor: Horst Lange

Bischberg, Montag, 11. November 2019

Das Untere Schloss in Bischberg ist marode. Der Gemeinderat lässt die Kosten für die nötigen Umbauarbeiten durch ein Architekturbüro ermitteln.
Wie soll es weitergehen mit dem Unteren Schloss in Bischberg? Foto: Ronald Rinklef


Mit der Zukunft des Unteren Schlosses in Bischberg befasste sich der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung. Dieses Gebäude wurde bis vor kurzem als Gaststätte genutzt, der Pachtvertrag wurde jedoch nicht mehr verlängert. Nutzer sind ebenfalls einige Vereine.

Vor einer weiteren Nutzung sieht Bürgermeister Johann Pfister (BI) mit dem Gemeinderat jedoch dringenden Handlungsbedarf, da nicht nur der Gaststättenbereich sanierungsbedürftig sei, sondern auch der von den Vereinen genutzte Bereich Sorgen bereite. Dies beginne mit desolaten Toilettenanlagen, gehe über durchfeuchtetes Mauerwerk und reiche bis hin zu verzogenen Türen und und undichten Glasfenstern.

Widerspruch einiger Gemeinderäte

Für eine weitere Nutzung stellten der Bürgermeister und die Verwaltung die Idee in den Raum, die Gaststätte des Unteren Schlosses künftig der "Öffentlichen Bücherei Bischberg St. Markus" zur Verfügung zu stellen. Dies rief allerdings den Widerspruch einiger Gemeinderäte hervor, die diese "Soll"-Entscheidung als zu endgültig ansahen; damit würden andere Nutzungsmöglichkeiten fast schon ausgeschlossen.

Letztlich rang sich der Gemeinderat zu der Entscheidung durch, die Kosten für die notwendigen Umbauten durch ein Architekturbüro ermitteln zu lassen und dabei die Möglichkeiten der Nutzung sowohl als Gastwirtschaft als auch für die Bücherei zu prüfen. Aufgrund der voraussichtlichen Kosten, die dann im Raum stünden, könne die Verwaltung versuchen, Fördermittel zu beschaffen.

Investitionen in den Nachwuchs

Rund um den Bischberger Kindergartennachwuchs ging es in den anderen Tagesordnungspunkten. Zunächst beschloss der Gemeinderat, den Auftrag für die Außenanlagen für den Kinderhort auf dem Gelände der Mittelschule Bischberg an eine Hallstadter Firma mit einer Angebotssumme von 216 927 Euro zu vergeben. Für denselben Hort beschloss der Gemeinderat ebenso einstimmig Schlosserarbeiten für 39 587 Euro an einen Oberhaider Anbieter zu vergeben.

Mit Möbeln ausgestattet werden muss die provisorische Kindertagesstätte am Klingenberg. Hierfür gab der Gemeinderat einer Firma aus Bad Rottach den Zuschlag für 89 695 Euro. Auch das Personal der Kita Klingenberg darf sich über neues Mobiliar freuen; das niedrigste Angebot lag hier bei 9800 Euro, das teuerste bei 18 500 Euro. Einem neuen Namen für diese Kindertagesstätte stimmte der Gemeinderat ebenfalls zu. Auf Wusch der Diakonie und der evangelischen Kirchenstiftung St. Matthäus wird diese vierte Kita in Bischberg den Namen "Kita St. Matthäus" erhalten.

Einrichtung einer Kinderfeuerwehr

Eine Neuerung gibt es auch für die Kinderfeuerwehren in Bischberg. Hier beschloss der Gemeinderat die Einrichtung einer Kinderfeuerwehr für die freiwilligen Feuerwehren Bischberg, Trosdorf und Tütschengereuth ab dem 1. Januar 2020. Ab diesem Zeitpunkt fallen die Kinderfeuerwehren nicht mehr in die Zuständigkeit der jeweiligen Feuerwehrvereine.

Letztlich wurde dem VdK-Ortsverband Bischberg die Genehmigung erteilt, das Wappen der Gemeinde für seinen Internetauftritt nutzen zu dürfen.