Walsdorf: Bürgermeister-Kandidat gestorben - Nachfolgerin spricht über Gefühlslage
Autor: Manuel Dietz, Isabel Schaffner
Walsdorf, Donnerstag, 26. Februar 2026
Der plötzliche Tod eines Bürgermeisterkandidaten hat die kleine Gemeinde im Kreis Bamberg erschüttert. Die Ersatzkandidatin gewährt inFranken.de einen Einblick in ihre Gefühlslage.
In Walsdorf (Kreis Bamberg) werden die ursprünglich für den 8. März 2026 angesetzten Kommunalwahlen aktuell vom Tod des Bürgermeisterkandidaten Gerd Krämer überschattet. Mitten im Wahlkampf war der Spitzenkandidat der überparteilichen Wählergemeinschaft Freie Wähler - Bürger für Walsdorf am 9. Februar 2026 plötzlich und unerwartet im Alter von 62 Jahren verstorben. Nicht nur seine Weggefährten zeigten sich ob des plötzlichen und unerwarteten Todes fassungslos. Die Bürgermeisterwahl wurde von der Gemeinde kurzerhand auf den 26. April 2026 verschoben. Gut zwei Wochen nach Gerd Krämers Tod steht nun fest, wer seine Nachfolge antreten wird.
Wie eine Sprecherin der Freien Wähler - Bürger für Walsdorf ÜWG am Dienstag (24. Februar 2026) auf Nachfrage von inFranken.de mitteilt, ist Katja Besold im Zuge einer Aufstellungsversammlung am Montagabend (23. Februar 2026) mit "überwältigender Mehrheit" als neue Bürgermeisterkandidatin gewählt worden. Demnach wird die 54-Jährige dann bei der Wahl des Gemeindeoberhaupts am 26. April 2026 gegen Michael Ulrich (CSU) und Amtsinhaber Mario Wolff (Freie Liste/Junge Freie Liste) antreten. Gegenüber inFranken.de gibt die neue Bürgermeisterkandidatin einen Einblick in ihre aktuelle Gefühlswelt.
Katja Besold folgt in Walsdorf auf verstorbenen Bürgermeisterkandidaten Gerd Krämer
"Meine Gefühle sind kaum in Worte zu fassen", teilt Katja Besold am Mittwoch (25. Februar 2026) gegenüber inFranken.de mit. Mit Gerd Krämer habe sie "nicht nur einen sehr guten Freund, sondern auch einen langjährigen engen Vertrauten und Mitstreiter verloren". Seine Nachfolge trete sie deshalb mit durchaus gemischten Gefühlen an.
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"Es ist wirklich nicht leicht für mich, nun auf Gerds Platz nachzurücken und an der Stelle weiterzumachen, an der er brutalst aus unserer Mitte und seiner Mission gerissen wurde", zeigt sie sich ergriffen. "Nur weil wir uns absolut sicher sind, auch nach Rücksprache mit seiner Familie, sehen wir uns imstande, den von Gerd Krämer begonnenen Weg für ihn fortzusetzen", so Besold.
Das deutliche Votum ihrer Wählergemeinschaft sehe sie nun als "klaren Auftrag", Gerd Krämers Wunsch zu realisieren, wonach Politik in Walsdorf zukünftig nicht mehr an den Bürgern vorbei gemacht werden solle. Weitere Nachrichten aus Bamberg findet ihr in unserem Lokalressort.