Litzendorf feiert 20 Jahre Weihnachtsmarkt und eröffnet die 1. Krippenausstellung. Die wäre ohne Resi Dorscht gar nicht möglich gewesen.
Der Litzendorfer Weihnachtsmarkt wurde vor zwanzig Jahren auf Initiative der damaligen Elternbeiratsvorsitzenden Barbara Kirchhof ins Leben gerufen. Einige Jahre später übernahm die gemeindliche Agenda 21 die Organisation. Es wurden immer mehr Privatpersonen und Vereine, die Buden, Zelte und Stände aufstellten, so dass der Platz um die Kirche in Richtung Pfarrheim und Schimmelsgraben erweitert werden musste.
Auch Schafe, Ziegen und manchmal ein Esel gesellten sich besonders zur Freude der Kinder zum Advents- und Weihnachtstreiben. Von dem Esel kann besonders der jetzige Agendaleiter Charly Lunz "ein Lied singen", denn beim abendlichen Heimtransport brachte er ihn und seine Helfer schier zur Verzweiflung, da er absolut nicht in den Transportanhänger wollte und manchmal eine halbe Stunde mit Zureden, Schieben und Hoffen verging. Ob er deshalb den heurigen Markt "bereichert", steht noch in den Sternen.
Johannes Fischer und Joseph Beck organisierten für die 20-Jahr-Feier erstmals eine Krippenausstellung im Pfarrheim. Einige Aufrufe im Mitteilungsblatt der Gemeinde verliefen ohne Resonanz. Unter den wenigen, die sich schließlich doch meldeten, hatten sie mit Resi Dorscht aus Naisa aber schließlich einen Volltreffer gelandet, denn sie erlöste sie mit ihrem Krippenschatz von fast 50 Krippen von allen Sorgen.
Resi Dorscht und ihr verstorbener Mann Andreas fanden vor 18 Jahren auf dem Sperrmüll eine Krippe, nahmen sie mit nach Hause und hatten sich, ohne es zu wissen, mit dem "Krippen-virus" infiziert. Natürlich blieb es nun nicht bei dieser einen Krippe, sondern im Laufe der Zeit bauten sie selbst welche oder kauften sich welche, die ihnen besonders gefielen.
Gerne erzählt Resi die Geschichte mit ihrer Lieblingskrippe: "Ich sah im Internet bei Ebay eine Krippe, die mir gefiel. Als ich mich jedoch meldete, hieß es, die sei schon von jemandem anderen gekauft. Pech!", dachte sich da Resi Dorscht. Als sie jedoch nach einer Woche die Krippe immer noch im Netz sah, meldete sie sich wieder bei der Verkäuferin. Diese vertröstete aber die Interessentin, dass sie die Krippe zwar verkauft habe, wenn sie aber nach einer weiteren Woche Wartezeit immer noch nicht abgeholt sei, könne sie Frau Dorscht haben.
Also noch einmal sieben Tage warten. Schließlich rief die Frau aus Nürnberg an, dass die Krippe nach Naisa kommen könne. Als Übergabeort wurde schließlich McDonalds in Hirschaid ausgemacht. Deshalb ist dies die Lieblingskrippe der Resi, verständlich, da sie ihr so viel Bauchweh bereitete, bis sie endlich zu ihr nach Naisa kam.
Natürlich haben auch die anderen Krippen jeweils eine Geschichte. Resi Dorscht ist gerne bereit, bei der Ausstellung näher darauf einzugehen. Im übrigen ist das Feuer für Krippen bereits auf die nächste und übernächste Generation übergesprungen, denn auch Tochter Michaela und Nichte Mattea haben schon eigene Krippen für die Oma gebaut.