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Verschwundene Prostituierte Katina K.: Prozess in Bamberg neu aufgerollt


Autor: Redaktion

Bamberg, Montag, 12. Oktober 2026

Im Fall um die ermordete Bulgarin Katina K. beginnt am Landgericht Bamberg ein neuer Prozess. Der Bundesgerichtshof hatte das erste Urteil aufgehoben.
Einsatzkräfte der oberfränkischen Polizei suchen nach der vermissten Katina K. aus dem Landkreis Forchheim (Archivbild). Die Leiche der Frau wurde nie gefunden. Vor dem Landgericht Bamberg wird der Fall der verschwundenen Prostituierten erneut verhandelt.


Das als "Mord ohne Leiche" bekannt gewordene Strafverfahren gegen einen heute 75-jährigen Mann wird am Landgericht Bamberg erneut verhandelt (PLUS). Der neue Prozess beginnt am heutigen Montag (12. Oktober 2026) um 9 Uhr vor der 1. Strafkammer, wie das Gericht mitteilte.

Der Angeklagte war vor rund einem Jahr nach 29 Verhandlungstagen des Totschlags an einer 33-jährigen Prostituierten, mit der er auch zusammengelebt hatte, für schuldig befunden worden. Demnach soll der Mann Katina K. am 1. August 2024 getötet haben, weil sie ohne ihn in ihre Heimat nach Bulgarien zurückkehren wollte.

"Mord ohne Leiche": Fall um verschwundene Katina K. wird vor dem Landgericht Bamberg neu verhandelt

Die Leiche der Frau wurde jedoch bisher nicht entdeckt. Der Mann schwieg vor Gericht. Damals zeigte sich die Strafkammer davon überzeugt, dass der Angeklagte die Frau auf seinem Grundstück bei Eggolsheim (Landkreis Forchheim) im Streit getötet und ihre Leiche an einen unbekannten Ort gebracht hatte.

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Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf und verwies es zur erneuten Verhandlung an eine andere Kammer des Landgerichts zurück. Die Kammer habe nicht hinreichend andere Möglichkeiten für das Verschwinden der damals 33-jährigen Frau ausgeschlossen. Zudem dürfe nicht außer Betracht gelassen werden, dass ein anderer Täter infrage komme. 

Jetzt ist eine andere Strafkammer des Bamberger Landgerichts am Zug. Bis zum 15. Januar 2027 sind zahlreiche Verhandlungstermine in dem Fall angesetzt.