Leiche fehlt bis heute: Fall der vermissten Katina K. aus Franken wird neu aufgerollt

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Einsatzkräfte der oberfränkischen Polizei suchen nach der vermissten Katina K.
Einsatzkräfte der oberfränkischen Polizei suchen nach der vermissten Katina K. aus dem Landkreis Forchheim (Archivbild). Die Leiche der Frau wurde nie gefunden ...
Neue Suche nach der vermissten Katina K.
NEWS5 / Ferdinand Merzbach (NEWS5)
Mordprozess ohne Leiche um Katina K. – Prozess gegen 75-Jährigen
Der Angeklagte (M.) erhebt sich zu Verhandlungsbeginn im Prozess um die verschwundene Katina K. Der Angeklagte soll eine 33-jährige Frau getötet haben, die seit August 2024 als vermisst gilt ...
Mordprozess ohne Leiche um Katina K. – viele Jahre Haft oder Freispruch?
Daniel Vogl (dpa)
Bamberg: Fall Katina K. wird neu aufgerollt - Leiche fehlt bis heute
Die Ermittler gehen davon aus, dass Katina K. ermordet wurde.
Landgericht Bamberg
Pia Bayer (dpa)

Im Fall um die ermordete Bulgarin Katina K. beginnt am Landgericht Bamberg ein neuer Prozess. Der Bundesgerichtshof hatte das erste Urteil aufgehoben.

Das als "Mord ohne Leiche" bekannt gewordene Strafverfahren gegen einen heute 75-jährigen Mann wird am Landgericht Bamberg erneut verhandelt (PLUS). Der neue Prozess beginnt am heutigen Montag (12. Oktober 2026) um 9 Uhr vor der 1. Strafkammer, wie das Gericht mitteilte.

Der Angeklagte war vor rund einem Jahr nach 29 Verhandlungstagen des Totschlags an einer 33-jährigen Prostituierten, mit der er auch zusammengelebt hatte, für schuldig befunden worden. Demnach soll der Mann Katina K. am 1. August 2024 getötet haben, weil sie ohne ihn in ihre Heimat nach Bulgarien zurückkehren wollte.

"Mord ohne Leiche": Fall um verschwundene Katina K. wird vor dem Landgericht Bamberg neu verhandelt

Die Leiche der Frau wurde jedoch bisher nicht entdeckt. Der Mann schwieg vor Gericht. Damals zeigte sich die Strafkammer davon überzeugt, dass der Angeklagte die Frau auf seinem Grundstück bei Eggolsheim (Landkreis Forchheim) im Streit getötet und ihre Leiche an einen unbekannten Ort gebracht hatte.

Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf und verwies es zur erneuten Verhandlung an eine andere Kammer des Landgerichts zurück. Die Kammer habe nicht hinreichend andere Möglichkeiten für das Verschwinden der damals 33-jährigen Frau ausgeschlossen. Zudem dürfe nicht außer Betracht gelassen werden, dass ein anderer Täter infrage komme. 

Jetzt ist eine andere Strafkammer des Bamberger Landgerichts am Zug. Bis zum 15. Januar 2027 sind zahlreiche Verhandlungstermine in dem Fall angesetzt.