Tiefenentspannter EM-Auftakt im Sportpark der Bamberger Eintracht
Autor: Harald Rieger
Bamberg, Sonntag, 12. Juni 2016
Fußball kann nicht nur am Maxplatz geschaut werden. Die wohl zweitgrößte Bamberger Leinwand bietet das Domreiter-Stübla im Sportpark Eintracht.
Dieersten Public-Viewing-Gäste im Domreiter-Stübla im Sportpark Eintracht mussten der deutschen Mannschaft am Freitagabend noch nicht die Daumen drücken, denn das Eröffnungsspiel gebührte dem gastgebenden Land Frankreich.
Aber Wetten unter den Gästen wer denn Europameister wird, wurden bereits abschlossen. Der Wetteinsatz: meist ein Fässchen oder Kasten Bier. Auch kamen die ersten Diskussionen darüber auf, ob denn die Deutsche Mannschaft nun die Vorrunde "überlebt" oder am Ende sogar doch Europameister wird.
Die Stimmung der Gäste war noch tiefenentspannt - Franzosen oder Rumänen waren nicht anwesend. Und die Kapazitätsgrenze des Platzes war bei weitem noch nicht ausgeschöpft. "Ich denke, die meisten Zuschauer wird es zu den Spielen der deutschen Mannschaft geben", so Christian Pauser, Betreiber des Domreiter-Stüblas.
Um seinen Besuchern ein maximales Fußballvergnügen zu bereiten, hat er deshalb gleich zwei Public-Viewing-Varianten vorbereitet. Bei der Schönwettervariante steht den Fans eine 18 Quadratmeter große Leinwand auf dem Parkplatz des Domreiter-Stüblas zur Verfügung.
Keine Bäume im Bild
Die Bestuhlung reicht für mindestens 300 Zuschauer, kann im Bedarfsfall aber noch erweitert werden. "Sichtbehinderung auf die sechs mal drei Meter große Leinwand durch Bäume oder Laternen gibt es keine. Man sieht also auch in der hintersten Reihe noch sehr gut", erläuterte der Gastronom. Da aber die Wettervorhersagen für die nächsten Tage alles andere als sommerlich sind, hat Pauser noch eine zweite Indoor-Variante aufgebaut. Hier stehen den Besuchern zwei etwas kleinere Leinwände zur Verfügung. Platz besteht somit noch einmal für rund 150 Gäste.
Während in der Gaststätte alle Spiele übertragen werden, werden auf der Freifläche, abgesehen von den Spielen mit deutscher Beteiligung, alle Spiele erst ab dem Viertelfinale gezeigt.
"Ich selbst bin natürlich Fußballbegeistert und sehe mir jedes Spiel an. Und da ich es am liebsten in der Öffentlichkeit zusammen mit anderen Fußballfans sehe, bin ich auf die Idee gekommen, selbst eine Übertragung anzubieten", schilderte Christian Pauser. Zwar hätte es im Vorfeld einige Mühen gekostet, eine Leinwand in dieser Größenordnung zu "basteln", aber er hoffe, dass sie sich am Ende gelohnt haben und möglichst viele Gäste in den Volkspark kommen.