Viele Fragezeichen bei der DJK Bamberg
Autor: Manni Schmitt
Wildensorg, Freitag, 05. April 2019
Den Bambergern drohen im Bayernliga-Derby in Eltersdorf am Samstag viele Ausfälle.
Den Schwung aus dem taktisch überzeugend errungenen ersten Pflichtspielsieg des Jahres gegen den ASV Vach (2:0) möchte die DJK Bamberg gerne mitnehmen, um heute (14 Uhr) beim spielstarken SC Eltersdorf, der zuletzt für einen Paukenschlag in der Fußball-Bayernliga Nord sorgte, zu bestehen.
Der SCE ließ am vergangenen Wochenende aufhorchen und demontierte nicht nur seinen Lieblingsgegner TSV Großbardorf, gegen den es in den letzten 15 Partien keine einzige Niederlage setzte (neun Siege), in dessen Stadion, sondern löschte zudem die noch minimal gehegten Hoffnungen der "Grabfeld-Gallier" im Aufstiegskampf endgültig aus. Mit 6:2 behielten die Schützlinge von Trainer Bernd Eigner die Oberhand und stellten damit eindrucksvoll unter Beweis, dass selbst eine bereits "gelaufene" Spielzeit herausragende Leistungen nicht ausschließt.
16 bzw. 13 Punkte hinter dem Führungsduo liegend, geht es für die Erlanger "Quecken" nur noch um die "Goldene Ananas". Der in Bamberg wohnende und aus dem unterfränkischen Ebelsbach stammende Eigner coacht eine charakterstarkes Team und kann in allen Mannschaftsteilen auf überdurchschnittliche Kicker zurückgreifen, die ihre Klasse nach zuvor drei Unentschieden endlich wieder in die Waagschale warfen.
Allen voran Doppeltorschütze Maxi Göbhardt, der Ex-DJKler Calvin Sengül, Mittelfelddirigent Thomas Dotterweich (früher FC Eintracht Bamberg) sowie die Zwillingsbrüder Bastian und Tobias Herzner lieferten Topleistungen ab und rissen ihre Mitspieler mit, denen das "Schaulaufen" sichtlich Spaß bereitete.
Darüber freute sich der 46-jährige Eigner, der kürzlich seinen Vertrag verlängerte und ab Juli in seine vierte Spielzeit beim ambitionierten Sportclub geht, ganz besonders. Er weiß, den Husarenstreich jedoch einzuschätzen. "Das Spielglück war auf unserer Seite. Wir haben Ball und Gegner laufen lassen. Das haben die Jungs gut gemacht."
Dass die Eltersdorfer, die zum Mitfavoritenkreis zählten, nicht mehr in den Meisterschaftskampf eingreifen können, liegt vor allem am "vergeigten" Saisonstart im Sommer, aber auch an den drei Remisen nach der Winterpause. Dennoch brennen die Erlanger Vorstädter auf Revanche für die empfindliche 0:3-Vorrundenpleite im vergangenen September, als die Wildensorger den Siegeszug und die Aufholjagd der "Quecken" in der Tabelle mit einer eindrucksvollen Vorstellung stoppten.
"Kevin Bär und Sebastian Lindner fallen aus, während Kevin Woleman und Sebastian Schäferlein wieder mitwirken können", skizziert Eigner die personelle Situation und betont: "Wir wollen an die Großbardorf-Leistung anknüpfen und haben darüber hinaus für die klare Hinspielniederlage noch ein Hühnchen zu rupfen."