Verlustpunktfrei Herbstmeister
Autor: Redaktion
Bamberg, Montag, 12. Dezember 2016
Die Damen des SKC Victoria Bamberg gewinnen das Bundesliga-Nachholspiel in Mainz klar mit 8:0 und stellen einen neuen Bahnrekord auf.
Mit sechs Punkten Vorsprung sind die Keglerinnen des SKC Victoria Bamberg erneut Herbstmeister in der Bundesliga. Nach dem 8:0-Erfolg im Nachholspiel bei Schott Mainz weist die Bilanz 18:0 Punkte auf. Mit 3564 Kegeln gelang zudem ein neuer Bahnrekord, den der SKC Victoria bereits vorher (3555) hielt. Es war ein ziemlich einseitiges Spiel, das in allen Belangen Bamberg im Vorteil sah. 307 Kegel Differenz standen am Ende zu Buche, da Mainz nicht über 3257 hinauskam. In die Vollen waren es 150 Kegel, im Abräumen 157 mehr. Beste Gästespielerin war Beata Wlodarczyk mit 635 Zählern, gefolgt von Ines Maricic mit 618 und Corinna Kastner (604).
In der ersten Runde brachte Bamberg Sina Beißer und Corinna Kastner in Stellung. Souverän holten beide mit 3:1 Satzpunkten (SP) die ersten beiden Mannschaftspunkte (MP). Beißer kam am Ende auf gute 591 Holz (198 abgeräumt), und Kastner schaffte starke 604 (226). 140 Kegel Vorsprung hatte das Duo herausgespielt, da Große 508 und Melanie Helbach 557 erzielten.
Im mittleren Paarkreuz bestätigte Ines Maricic (618) gegen Regina Kaiser (551) ihre derzeit bestechende Form. Bei ihrer konstanten Serie (155/155/156/ 152) bestach sie vor allem mit ihrer Sicherheit im Abräumen, 240 Kegel waren ihre Ausbeute. Die 4:0 SP waren eine klare Angelegenheit. Dany Kicker (567) hatte gegen L. Frühwein (506) mit 135 nicht den besten Start erwischt, steigerte sich dann auf 150 und glich damit aus. Satz 3 ergab die Führung, bevor sie mit 152 und 3:1 SP endgültig den vierten MP einfuhr. Ihre derzeitigen Probleme in die Vollen kosten Kicker immer wieder bessere Resultate, denn das Abräumen war mit 201 in Ordnung. Insgesamt kamen 128 Kegel dazu, die Gäste lagen nun mit 268 Zählern in Führung.
Das Spiel war entschieden, doch die Mainzerinnen gaben noch nicht auf. Ein 0:8 wollten sie nicht. Lange Zeit schien es auch so, als würde ihr Vorhaben gelingen, denn Alina Dollheimer tat sich schwer. Trotz eines 1:1 nach SP, bei dem sie mit sieben Kegel führte, wurde sie gegen Josipa Geljic-Vilusic ausgewechselt. Die Mainzerin Westermann drehte danach richtig auf. Sie drehte mit 157:133 ihr Duell, führte mit 17 Kegeln und 2:1 SP. Geljic-Vilusic kämpfte aber weiter und rettete mit 149:125 und sieben Kegeln mehr im Gesamtergebnis (549:542) noch den MP.
Auch bei Wlodarczyk sah es nach zwei Sätzen klar nach Verlust des MP aus. Martina Orth-Helbach hatte im ersten Satz mit 168:163 die Nase vorne. Danach holte sie mit 183 zum großen Schlag aus und hatte bei Halbzeit 351 Holz auf dem Totalisator. Wlodarczyk stand bei 301 und lag mit 0:2 SP in Rückstand. Mit 149:113 kämpfte sie sich näher an die Gastgeberin ran und verkürzte auf 14 Kegel Rückstand dran. Nun spielte sie ihre ganze Klasse aus walzte die angeknockte Gegnerin regelrecht nieder. Schon in die Vollen verkürzte sie den Rückstand auf drei Zähler. Der Höhepunkt und die endgültige Wende waren dann fünf Neuner in Folge und ein traumhaftes Räumergebnis von 89 Kegeln, das ihr 243 insgesamt einbrachte. Am Ende hatte sie mit dem Tagesbestwert (635) noch 42 Kegel Vorsprung auf Orth-Helbach und den nicht mehr für möglich gehaltenen achten MP geholt. maha
TSV Schott Mainz -
SKC Victoria Bamberg 0:8
(7:17 Satzpunkte / 3257:3564 Holz)
Große - Beißer (1:3) 508:591
Helbach - Kastner (1:3) 557:604
Kaiser - Maricic (0:4) 551:618
Frühwein - Kicker (1:3) 506:567
Westermann -
Dollheimer/Geljic-Vilusic (2:2) 542:549
Orth-Helbach -Wlodarczyk (2:2) 593:635