Für die DJK/SC Vorra bedeutete die Begegnung gegen die SpVgg Mühlhausen das letzte Spiel vor dem Zusammenschluss mit der DJK Stappenbach ab der neuen Saison. Mit entsprechend vielen Emotionen gingen beide Teams zu Werke. DJK/SC Vorra - SpVgg Mühlhausen 1:5

Nach einem Ballverlust im Mittelfeld kam das Leder in der 7. Min. zu Sebastian Schleicher, dessen Schuss jedoch gut einen Meter am DJK-Gehäuse vorbei zischte. Wenig später konnte Schleicher im Duell "Eins-gegen-eins" Torsteher Thilo Suck zur 1:0-Führung für die Gäste überwinden. Fünf Minuten danach kam es zu zwei Chancen. Zunächst hatte Mühlhausens Dominik Müller mit einem wuchtigen Fernschuss Pech, und anschließend vergab auf der Gegenseite Robin Sures die nächste Möglichkeit für Vorra. Kurz vor der Pause erhöhte der Aufstiegsanwärter nach schöner Vorarbeit von Sebastian Schleicher durch Fabian Müller auf 2:0. Die SpVgg Mühlhausen wirkte im ersten Durchgang etwas entschlossener und spielerisch besser.

Nach dem Wiederanpfiff verkürzte Vorra mit einem von Andreas Dotterweich verwandelten Strafstoß auf 1:2. Es dauerte bis zur 60. Minute, ehe Mühlhausen wieder gefährlich vor Keeper Thilo Suck auftauchte. Zunächst versuchte es Fabian Müller mit einem Heber, hob die Kugel aber am Tor vorbei. Wenig später fiel der entscheidende dritte Treffer für die Männer von Trainer Matthias Rückel. Kurz danach markierte Patrick Dürst das 1:4. Damit war der Siegeswille der Gastgeber gebrochen. Eine Viertelstunde vor der Schlusssirene rettete Florian Dotterweich gegen Sebastian Schleicher mit einer Grätsche. Der Nachschuss wurde knapp am Tor vorbei gedroschen.

Im Anschluss daran kamen die "Schwarz-Weißen" zu weiteren Möglichkeiten. Zum 1:5-Endstand landete sieben Minuten vor dem Abpfiff des korrekt amtierenden Unparteiischen Elmar Seeberger ein Heber von Maximilian Stirnweiß im rechten Winkel. Andreas Schäd, Trainer der DJK/SC Vorra, bezeichnete den Sieg der SpVgg Mühlhausen auch in dieser Höhe als verdient. "Wir haben es versäumt, in der ersten Halbzeit die Zweikämpfe anzunehmen. Dadurch gingen die Gäste mit 2:0 in Führung. Nach dem 1:2-Anschlustreffer hat es meine Mannschaft unterlassen, weiter nachzulegen", sagte der DJK/SC Coach.

Schlechter Start für Vorra

Der Start in die Saison 2018/19 ist für den Vorjahressiebten der Fußball-Kreisklasse 3, DJK/SC Vorra, alles andere als erfolgreich verlaufen. In den ersten sieben Partien wurde nur ein Sieg bei sechs Niederlagen verbucht. Es mussten viele verletzungs- und urlaubsbedingte Ausfälle in einem verhältnismäßig dünnen Kader kompensiert werden. Am achten Spieltag wurde gegen den Letzten SG DJK Ampferbach/DJK Steinsdorf mit 3:1 der zweite Dreier verbucht.

"Nach dem Spiel mussten wir dennoch den Rücktritt unseres Spielertrainers Markus Dotterweich hinnehmen. Er ließ sich jedoch davon überzeugen, bis zur Winterpause im Amt zu bleiben. Durch den Rücktritt wachgerüttelt und einige Rückkehrer gestärkt, schafften wir die Wende. Bei nur einer Niederlage hat es bis zur Pause vier Siege und fünf Unentschieden gegeben", schildert Sportvorstand Florian Dotterweich die Situation.

Während der winterlichen Punktepause hat es auf der Trainerbank eine vereinsinterne Lösung gegeben. Der 38-jährige Andreas Schäd übernahm das Kommando und führte die zuletzt erfolgreiche Arbeit weiter. Zuletzt haben die "Vörrer" gegen die SG Sambach/Steppach und bei der DJK Schnaid/Rothensand zwei Siege gegen Spitzenmannschaften eingefahren.

Herausragender Teamgeist

Bei der SpVgg Mühlhausen hat das zu Ende gehende Spieljahr alle Erwartungen übertroffen. Im Vergleich zur Vorsaison wies die Mannschaft von Trainer Matthias Rückel vor der letzten Partie elf Zähler mehr als im Vorjahr. Dabei hatten die "Mühlhäuser" lange Jahre den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft, die sich zwischen A-Klasse und Kreisklasse bewegte. Die Gründe für diesen Aufschwung sind vielfältig. "Wir haben eine tolle Trainingsbeteiligung, einen herausragenden Teamgeist und mit Coach Rückel einen hoch engagierten Trainer", bezeichnet Spielleiter Richard Kröckel als die Hauptursachen dieser positiven Entwicklung. "Wenn man so weit gekommen ist, wird natürlich angestrebt, den Aufstieg perfekt zu machen. Sollte dies nicht klappen, geht in Mühlhausen die Fußballwelt nicht unter", sagte Kröckel vor Beginn der Partie bei der DJK/SC Vorra gegenüber unserer Zeitung und wartete auf den Ausgang der Begegnung des punktgleichen Titelanwärters SV Frensdorf beim Rangelften SV Wachenroth. Zumindest der Aufstiegsrelegationsplatz ist der SpVgg Mühlhausen sicher.