Die Erfolgsserie der Brose Baskets in der Basketball-Bundesliga ist vorbei. Nach 20 Siegen in Folge unterlagen die Bamberger am Samstagabend im Spitzenspiel beim Tabellendritten EWE Baskets Oldenburg mit 97:102. Damit ist der Vorsprung des Tabellenführers auf sechs Punkte geschmolzen, denn die Münchner Bayern setzten sich als schärfster Verfolger des Meisters in Ludwigsburg klar mit 100:71 durch. Aus den restlichen vier Spielen der Hauptrunde benötigen die Bamberger aber nur noch zwei Siege, um erneut von der "Pole Position" aus in die Play-offs zu starten.

Von Beginn an sahen die Zuschauer ein umkämpftes Spitzenspiel. Beide Teams setzten in der Offensive Akzente und taten sich schwer, die Angriffe des Gegners zu stoppen. Nach dem ersten Viertel, das mit 21:20 hauchdünn an die Gastgeber ging, waren die Trefferquoten aus dem Feld identisch: Neun Treffer standen bei jeweils 15 Versuchen zu Buche (Trefferquote 60 Prozent). Schon zu diesem frühen Zeitpunkt machte sich deutlich, wo die Brose Baskets ihre Probleme hatten. Sie bekamen Brian Qvale nicht in den Griff. Immer wieder drehte der Oldenburger Center, nachdem er einen Block gestellt hatte, zum Korb ab und wurde von seinem ballführenden Mitspieler bedient. Auf diese Weise sammelte Qvale bis zur Halbzeit bereits 16 Punkte. Auch Rickey Paulding, der sich nur zwei Fehlwürfe leistete, hatte zur Pause schon eine zweistellige Ausbeute (13).

Auf Bamberger Seite hielt aber ebenfalls ein Duo dagegen. Im ersten Viertel setzte Nicolo Melli mit neun Zählern in der Offensive Akzente, im zweiten zog Janis Strelnieks zweimal erfolgreich zum Korb und traf auch aus der Distanz. Der Lette war es auch, der die Brose Baskets nach einem 35:40-Rückstand wieder heranführte. Zur Pause stand es 49:49.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Führung 15 Mal gewechselt. In der zweiten Halbzeit sollte das nur noch zweimal der Fall sein. Vier Oldenburger Punkten folgten sechs der Gäste. Doch die 55:53-Führung der Bamberger nach 24 Minuten sollte die letzte in diesem Spiel sein. Mit einem 12:0-Lauf rissen die Norddeutschen das Spiel an sich. In dieser Phase brachten sie wesentlich mehr Energie auf das Parkett und erkämpften sich einige Offensivrebounds, die sie in Punkte ummünzten. Dies hatte zur Folge, dass die EWE Baskets vor dem Schlussabschnitt mit acht Zählern vorne lagen (74:66).

In den letzten Abschnitt gelangen den Hausherren abermals sieben in Punkte in Folge und erarbeiteten sich damit die höchste Führung dieser Partie (81:66, 32. Min). Zwar stemmten sich die Brose Baskets in Person von Brad Wanamaker, der mit 23 Punkten bester Korbschütze des Meistes war, gegen die sich anbahnende Niederlage, doch in der Verteidigung fehlte oft die Zuordnung. Die Oldenburger lagen bis in die Schlussphase hineinstets um die zehn Punkte vorne, ehe es doch noch einmal eng wurde. 18 Sekunden vor Spielende waren die Bamberger wieder bis auf vier Punkte dran (99:95), doch sicherten Chris Kramer und Klemen Prepelic den Oldenburgern an der Freiwurflinie den verdienten Sieg.

EWE Baskets Oldenburg: Qvale (31 Punkte), Duggins (21/2 Dreier), C. Kramer (19/1), Paulding (16/4), Prepelic (7/1), Smeulders (6), Aleksandrov (2), Wimberg, D. Kramer, Lockhart, Schwethelm
Brose Baskets: Wanamaker (23/1), Strelnieks (22/3), Zisis (14/2), Theis (12), Melli (11), Staiger (5/1), Harris (4), Miller (3/1), Radosevic (3), Heckmann

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