Vor der Weihnachtspause, die bis Mitte Januar andauert, starten die Basketballerinnen der 2. Liga Süd in die Rückrunde. Die DJK Brose Bamberg (9.) erwartet an diesem Samstag (13 Uhr) die SG 1886 Weiterstadt (3.) in der Graf-Stauffenberg-Halle.
Der Blick auf die Tabelle gibt die Rollenverteilung vor: Hier das Team von Trainerin Jessica Miller, dem die Konstanz zu eigen ist, zuvorderst ob seiner Jugend in dieser Saison bislang keine konstante Leistung abliefern zu können, dort der Gast aus dem Raum Darmstadt, der den Kontakt zu den führenden Mannschaften aus Bad Homburg und Freiburg nicht abreißen lassen möchte. Auf sechs Siege blicken die Weiterstadter Basketballerinnen in dieser Runde bisher, auf drei die Bambergerinnen.
Mit 53:58 (34:29) versemmelten die DJK-Korbjägerinnen den Saisonauftakt Ende September in Weiterstadt, sie haben etwas gutzumachen. Coach Jessie Miller bilanzierte: "Wenn du dir 25 Ballverluste leistest, dem Gegner 30 Freiwürfe ermöglichst und selbst nur zwei schießt, wirst du nicht allzu viele Spiele gewinnen." Zehn Minuten lang blieben die Bambergerinnen in der zweiten Spielhälfte ohne Punkt. Auch zweieinhalb Monate später gilt für die überwiegend jungen Akteurinnen der DJK Brose: Zu lange Schwächephasen, zu viele Fehler kosten den Sieg.
Zweistellig punkteten für die gut eingespielte SGW im Hinspiel die große Kanadierin Kaylee Kilpatrick (15), die Italienerin Ashley Engeln (11) und Lara Müller (10). Auf der Rechnung haben müssen die Bambergerinnen jedoch auch Christina Krick (17,7 Punkte im Schnitt pro Spiel) und Aline Stiller (12,9). Für die Sportgemeinde steht wie für die DJK Brose nicht der schnelle Erfolg an erster Stelle, sondern ebenfalls "die Entwicklung der Spielerinnen im Vordergrund, sowohl individuell als auch als Team", wie SGW-Coach Conrad Jackson erklärt. "Das ist auch der Grund, warum wir versuchen, mit einem Minimum an internationalen Athletinnen zu arbeiten. Und das ist der Rahmen, an dem sich Training und Spielkonzeption ausrichten. Wenn wir es schaffen, jedes einzelne Teammitglied stärker zu machen, ist dies ein größerer Erfolg als ein um eine oder zwei Positionen höherer Tabellenplatz."
Diese Worte könnten auch von Sebastian Gut, dem Sportlichen Leiter der DJK Brose, stammen. Jüngst unterlag Weiterstadt im Pokal-Achtelfinale dem Bundesligisten BG 74 Veilchen Ladies Göttingen mit 44:96, während die Bambergerinnen ein spielfreies Wochenende hatten. Der Bamberger Co-Trainer Kai Tzschentke sagt: "Bisher ist die Saison für uns schwierig verlaufen. Jetzt beginnt die Rückrunde, wir wollen zeigen, dass wir uns weiterentwickelt haben."
Nach Handverletzung und Blinddarmoperation bewährt sich Magdalena Landwehr wieder in der 2. Liga und Mädchen-Bundesliga (WNBL). Fehlen werden der DJK weiter Mara Münder und Marie Ulshöfer. Mara Münder möchte nach ausgeheiltem Bänderriss im neuen Jahr wieder angreifen.
Es läuft die Weiterstadter Woche für die DJK: Letzten Sonntag gelang den U18-Basketballerinnen in der Mädchen-Bundesliga ein 75:37-Heimsieg über die SG, am Sonntag (12 Uhr) schon steigt das Rückspiel im Hessischen. Dazwischen kommt es zum Messen der Damen. Wie wird die Bilanz aussehen?


Premiere am Dreikönigstag

Auf hochklassigen Damenbasketball müssen die Fans in und um Bamberg nicht fünf Wochen lang verzichten. Am Dreikönigstag erfährt der "German Allstar Day" in der Halle am Georgendamm seine Premiere - bekanntlich mit der Kemmernerin Julia Förner in der "Starting Five" des Südens im Vergleich mit der Nord-Auswahl um 16 Uhr.
DJK Brose Bamberg: Bethune, Zeis, Gese, Hager, van der Velde, Hesselbarth, Hartmann, Schrüfer, Waldner, Förner, Landwehr