Um die Nichtabstiegsplätze nicht bereits nach zwei Dritteln der Bundesliga-Saison in allzu weite Ferne rücken zu lassen, zählt für die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg am Sonntag, 16 Uhr, bei ihrem Gastspiel in Osnabrück nur ein Erfolg. Im Duell der beiden Teams mit den längsten Negativserien in der Liga - Osnabrück verlor die letzten sechs, Bamberg die letzten sieben Partien - ist neben Willens- und Nervenstärke auch mannschaftliche Geschlossenheit gefragt.

Erst recht, da die Truppe von Trainer Ulf Schabacker sehr wahrscheinlich auf die Dienste von Svenja Zeis verzichten muss, die sich im Training eine Knieverletzung zuzog. "Die endgültige Diagnose steht noch aus, für das Spiel in Osnabrück sieht es aber nicht so gut aus", zeigte sich die 26-Jährige am Donnerstagvormittag wenig optimistisch hinsichtlich eines Einsatzes am Sonntag.



Gute Erinnerung an OSC-Halle

Umso enger werden ihre Mannschaftskolleginnen zusammenrücken müssen, um in eben jener Halle, in der sie am letzten Spieltag der Vorsaison auf eindrucksvolle Art und Weise den Klassenerhalt perfekt machten, einen weiteren wichtigen Sieg einfahren zu können. Dementsprechend redet auch Kapitän Jessica Miller nicht um den heißen Brei herum: "Letzte Woche haben wir gegen die Rhein-Main Baskets alles gegeben, was wir hatten, am Ende aufgrund zu vieler Fehler aber unglücklicherweise eine weitere bittere Niederlage kassiert. Jetzt stehen wir vor einem Do-or-die-Spiel. Eine Niederlage würde unsere Chancen auf den Klassenerhalt deutlich verringern. Das ist die Ausgangssituation. Deshalb brauchen wir eine große Leistung."


Osnabrück verliert Kellerduell

Unter ähnlichen Voraussetzungen gehen auch die Osnabrückerinnen in die Begegnung. Zwar haben die Niedersächsinnen bereits vier Siege auf ihrem Konto, nach der jüngsten Niederlage (57:78) und dem damit verbundenen Verlust des direkten Vergleichs gegen den Tabellennachbarn Oberhausen sind aber auch sie auf jeden Punkt angewiesen.

"Wir müssen am Sonntag gegen Bamberg gewinnen", lautet daher die Forderung von Christian Kaiser. Der Headcoach der Gastgeberinnen muss wohl ebenfalls den Ausfall einer wichtigen Spielerin kompensieren: Centerin Jessica Höötmann (14,2 Punkte und 6,3 Rebounds pro Partie) verletzte sich noch vor dem ersten Spiel der Rückrunde und stand dem Vorletzten seither nicht zur Verfügung.


Verstärkung auch in Osnabrück

Wieder an Bord ist indes Alison Schwagmeyer. Die US-Amerikanerin, die schon in der letzten Saison für die Panthers auf Korbjagd gegangen war, kehrte Anfang des Jahres nach Osnabrück zurück. Als Ersatz für Kaylyn Sheahin (Vertragsauflösung im November) führte sich Schwagmeyer mit durchschnittlich 13 Zählern und acht Rebounds in den ersten beiden Partien auch gleich gut ein.

Sie in Schach zu halten, wird eine der Aufgaben der Bambergerinnen sein, die es auf dem Weg zum dringend benötigten Erfolgserlebnis zu bewältigen gilt.


Spiel im Live-Stream zu sehen

Live zu sehen gibt es das Gastspiel der Brose-Damen bei den Panthers Osnabrück am Sonntag ab 16 Uhr im kostenlosen Internet-Stream unter www.dbbl-live.tv.
Das nächste Heimspiel findet am Samstag, 1. Februar, 17 Uhr, statt. Zum bayerischen Derby empfängt die DJK dann Nördlingen um die Ex-DJKlerin Kathrin Gut in der Graf-Stauffenberg-Halle. seha

DJK Brose Bamberg: Bachvarova, Beck, Benzio, Brox (?), Dorberth (?), Hartmann, Lohneiß T., Mayberry, Miller, Münder, Sokman, Vogel, Zeis (?)