Die Zweitliga-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg haben das Siegen nicht verlernt. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge beschenkte die Mannschaft um Spielführerin Liisi Sokman sich und ihre rund 200 Anhänger in der Graf-Stauffenberg-Halle am Tag vor Nikolaus mit einem 72:64 (45:34)-Start-Ziel-Sieg gegen die Rhein-Main Baskets.
Anna Sophie Schlaefckes Dreier zum 67:64 zahlte Liisi Sokman exakt 120 Sekunden vor Schluss nach einer Auszeit mit gleicher Münze zurück, ehe die unermüdlich arbeitende Ieva Jansone ihren zwölften Rebound einsammelte und auf Assist von Kathrin Gut mit ihren Punkten 16 und 17 den Endstand herstellte. Entsprechend groß war nach der Schlusssirene die Freude über das befreiende Erfolgserlebnis, das Trainer Ulf Schabacker als Fortschritt sah: "Gegen die Zonenverteidigung haben sich die Spielerinnen vom Kopf her schwer getan.
Da lief auch heute teilweise wenig zusammen, was nach zuletzt drei Niederlagen aber nachvollziehbar ist. Entscheidender war, dass wir uns defensiv wieder stabilisiert haben. Daniela Vogel hat Pia Dietrichs Kreise eingeengt und im Angriff ihr Können unter Beweis gestellt. Ieva Jansones Kampfgeist war sehr wertvoll für uns und auch Kathrin Gut, die immer noch Rückenbeschwerden plagen, hat uns in wichtigen Phasen mit ihren Anspielen sehr geholfen. Insgesamt war es eine mannschaftlich geschlossene Vorstellung und wieder ein Schritt in die richtige Richtung."


Julia Förner mit starkem Debüt

Ein Sonderlob verdiente sich die erst 14-jährige Julia Förner, die erstmals in der 2. Liga auf dem Parkett stand und ihre 20 Minuten Einsatzzeit mit einem beherzten Auftritt rechtfertigte. Nach 6:14 Minuten eingewechselt, trug die designierte U16-Nationalspielerin mit ihren ersten fünf Zweitliga-Punkten prompt zum in eigener Halle offensivstärksten Viertel der Saison bei. Mit 26:16 entschieden die DJK-Damen die ersten zehn Minuten einer Begegnung, in der sie nicht einmal zurücklagen.
"Ich war natürlich aufgeregt, aber das hat sich schnell gelegt. Dass wir die Woche über voll mit dem Team trainiert haben und uns die erfahrenen Mitspielerinnen immer wieder Tipps gegeben haben, hat uns sehr geholfen", verriet Förner, deren gleichaltrige Auswahlkollegin Magdalena Landwehr ebenfalls die ersten drei Minuten Zweitliga-Luft schnuppern durfte.
Während bei den Bambergerinnen Ball und Zusammenspiel flüssiger liefen als in den letzten Wochen, schulterte bei den Rhein-Main Baskets US-Amerikanerin Chelsea Small in Abwesenheit von Anja Stupar die Hauptlast. Mit der Umstellung auf Zone und einer stärker werdenden Travecia Franklin kamen die Gäste ab der 25. Minute (53:39) zwar besser zurecht.
Köhler und Schlaefcke brachten die Hessinnen noch einmal in Schlagdistanz, doch angeführt von ihrem baltischen Duo ließen sich die DJK-Damen den Sieg nicht mehr nehmen. Nach einem spielfreien Wochenende kommt am 19. Dezember die SG Weiterstadt zum letzten Spiel des Jahres nach Bamberg. red
DJK Brose Bamberg: Jansone (17), Sokman (16), Vogel (11), Lehnert (9), Cantrell (6), Förner (5), Hesselbarth (4), Wagner (4), Gut, Landwehr / Rhein-Main Baskets: Small (20), Dietrich (11), Köhler (10), Franklin (9), Schlaefcke (8), Sonntag (4), Wilmes (2), Lincoln, Schick, Wotzlaw