Zwei Wochen nach dem Saisonstart in der Bundesliga und dem Auftakterfolg gegen Freiburg sind die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Im ersten Heimspiel kassierte die Mannschaft von Trainer Steffen Dauer vor 500 Zuschauern in der Stauffenberghalle am Samstag eine empfindliche 51:73 (24:38)-Niederlage gegen die GiroLive-Panthers Osnabrück. Dabei lief bei den Gastgeberinnen von Beginn an wenig zusammen. Am Ende stand eine Trefferquote von 26 Prozent aus dem Feld.

Ein vermeidbarer Ballverlust hier, ein fahrlässig vergebener Korbleger da - und auf der anderen Seite ein Gegner, der - wenn auch nicht übermächtig - geradlinig und konzentriert sein Spiel aufzog. In der Summe zu viel, um sich in den wenigen Phasen, in denen eine Wende möglich gewesen wäre, aus dem Loch zu befreien, das man sich selbst gegraben hatte. "Wir dachten nach dem ersten Saisonspiel eigentlich, dass wir weiter sind.

So eine Vorstellung in eigener Halle vor toller Kulisse tut dann natürlich extrem weh", sagte der niedergeschlagene Trainer Dauer. "Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir viel zu wenig Aggressivität und Intensität gezeigt. Offensiv haben wir uns zu häufig in Einzelaktionen verstrickt, anstatt es als Team zu lösen, und auch defensiv war das nicht ausreichend. Wir können es besser, das zeigen die Spielerinnen Tag für Tag im Training. Aber es nützt nichts, wenn wir es nicht auch im Spiel umsetzen. Mit 26 Prozent Wurfquote und 51 erzielten Punkten kann man kein Spiel gewinnen."

Nach nervösen ersten fünf Minuten und einem knappen 9:7-Vorsprung waren die DJK-Fans noch guten Mutes, doch die Dauer-Truppe sollte nie wirklich ihren Rhythmus finden. Anders Osnabrück: Fünf Punkte in Serie von US-Spielmacherin Vanessa Abel bescherten den Niedersächsinnen nach dem ersten Durchgang eine 23:13-Führung. In Reihen der DJK Brose hingegen wuchs mit dem Rückstand auch die Verunsicherung.

Selbst offene Würfe, die eine Initialzündung hätten liefern können, verfehlten ihr Ziel teils deutlich. Die Folge war eine 14-Punkte-Hypothek zur Halbzeit. Energisch und mit deutlich temporeicherem Spiel kehrten die Gastgeberinnen zurück auf das Parkett, allerdings weiterhin ohne Fortune. Zwar verkürzten die angeschlagene Jessica Miller & Co. binnen drei Minuten auf 30:39, zwei Dreier der in diesen Situationen nur halbherzig bewachten Osnabrückerin Kendall Rodriguez unterbrachen die Aufholjagd jedoch, bevor sie wirklich begonnen hatte.

So lief die DJK weitern einem Rückstand hinterher, der nach einem technischen Foul gegen den Bamberger Cheftrainer bereits 17 Zähler betrug. Zu lautstark und gestenreich hatte der 40-Jährige seinem Unmut über eine Schiedsrichterentscheidung Luft verschafft. Die Panthers agierten weiter souverän und nahmen erfolgreich Revanche für die 59:87-Heimpleite am letzten Spieltag der Vorsaison, während die Schlusssirene für die Bambergerinnen beinahe etwas Erlösendes zu haben schien. Die Niederlage aus den Kleidern zu schütteln und weiter hart an sich zu arbeiten, wird nun die Aufgabe bis zum Gastspiel bei den Friendsfactory Baskets aus Nördlingen am kommenden Sonntag (16 Uhr) sein.

DJK Brose Bamberg: Mayberry (21), Benzio (10), Vogel (7), Miller (6), Zeis (5), Hartmann (2), Beck, Brox, T. Lohneiß, Münder, Sokman

GiroLive-Panthers Osnabrück: Rodriguez (19), Abel (16), Sheahin (13), Höötmann (12), Wellers (6), Müller (4), Worms (3), Knopp, Schulte to Bühne, Sokoll-Potratz