Die Merkendorfer sind vor dem Derby gewarnt
Autor: Redaktion
LKR Bamberg, Freitag, 05. Mai 2017
Der SVM ist in der Bezirksliga Oberfranken Westbeim FC Oberhaid zu Gast. In vier Kreisderbys haben die Kontrahenten beiderseits keine Punkte zu verschenken.
Nachdem die letzten Nachholspiele über die Bühne gegangen sind, ist die Tabelle der Fußball-Bezirksliga Oberfranken West drei Runden vor Saisonende voll aussagekräftig. Der TSV Sonnefeld (beim SV Bosporus Coburg) ist trotz seines Fünf-Punkte-Vorsprungs vor dem FC Oberhaid noch nicht durch. Die Oberhaider empfangen den SV Merkendorf (5.). Der Tabellendritte TSV Ebensfeld tritt beim TSV Schammelsdorf (10.) an, und die SpVgg Ebing (4.) erwartet den ASV Kleintettau (12.). Das Derby der SpVgg Stegaurach (15.) gegen den TSV Breitengüßbach (10.) steht im Zeichen des Abstiegskampfes.
FC Oberhaid - SV Merkendorf
Wenn die Akteure von FC-Trainer Alex Stretz den SV Merkendorf empfangen, stehen sie vor der komfortablen Situation, aus eigener Kraft zumindest auf Platz 2 zu landen. Jüngst gab es ein wieder einmal geschichtsträchtiges 6:4 gegen den TSV Breitengüßbach. Nach einer sehr schlechten Anfangsphase haben die Merkendorfer unter Trainer Thomas Schulz mächtig angezogen und mit den elf Punkten aus den letzten fünf Runden mit derzeit 42 Zählern ihr Ziel fast erreicht. Noch herrscht keine absolute Sicherheit. Gegen eine wiederum starke gegnerische Offensive ist die FCO-Abwehr umso mehr gefordert, als sie zuletzt vier Gegentore zuließ (Hinspiel: 4:1).
TSV Schammelsdorf -
TSV Ebensfeld
Nicht zum ersten Mal haben die Ebensfelder Punkte gegen Mannschaften aus dem hinteren Bereich eingebüßt. Auch gegen den ASV Kleintettau reichte es nur zu einem 1:1. Die Aussichten auf Platz 2, dem Relegationsplatz zur Landesliga, sind schlechter geworden. Nun geht es für die Schützlinge von Trainer Klaus Gunreben erneut gegen einen Gegner, der noch nicht gerettet ist. Die Akteure des Schammelsdorfer Spielertrainers Dominik Kauder haben mit vier Siegen einen Lauf. Beim 3:0 jüngst gegen den TSV Marktzeuln riefen sie eine starke Leistung ab. Kauder, der das wichtige 1:0 erzielte, sagt: "Es war ein überragender Sieg mit einem tollen Charakter meiner Jungs." Nun gilt es für den heimischen TSV, an diese Leistung anzuknüpfen, da die Gäste qualitativ eine Stufe höher anzusiedeln sind (1:3).
FSV Unterleiterbach -
DJK Don Bosco Bamberg II
Vier Punkte trennen beide Mannschaften voneinander. Mit 33 bzw. 37 Zählern befinden sich die Kontrahenten mit im Abstiegsgeschehen. Direkt absteigen kann zwar die Bayernliga-"Zweite" nicht mehr, für den FSV ist dies aber, zumindest rein rechnerisch, noch ein Thema. Beide Teams konnten zuletzt nicht punkten. Sie mussten dem TSV Breitengüßbach bzw. dem FC Oberhaid den Vortritt lassen. Insbesondere die 0:2-Niederlage gegen einen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt ist für die Akteure des Unterleiterbacher Spielertrainers Tobias Eichhorn bitter. Auf eigenem Terrain will, ja muss der FSV die Punkte holen. Der Gewinn des Toto-Pokals sollte für einen zusätzlichen Schub sorgen. Gegen die spieltechnisch gute Truppe von DJK-Coach Jupp Nagel, die es aber auch versteht zu kämpfen, aber wird es wohl ein Match auf Augenhöhe werden. Der größere Druck liegt bei den Leiterbachern. Die Bamberger, die mit einem Remis durchaus leben könnten, müssen auf ihren Torjäger Stefan Reck verzichten, der sich jüngst eine Rote Karte einhandelte. Das Hinspiel gewannen die Gäste mit 3:1.
SpVgg Stegaurach -
TSV Breitengüßbach
Wer hinten drin steht, hat oft auch kein Glück. Dies gilt für die SpVgg Stegaurach, die beim Spitzenreiter TSV Sonnefeld kurz vor einem Punktgewinn stand, aber dann doch mit 0:1 verloren. Dass die Ganzmann-Truppe über die volle Distanz mithalten konnte, zeigt jedoch auch, dass sie eine starke Leistung ablieferte. Diese gilt es nun, im Kellerderby gegen die Breitengüßbacher zu bestätigen. Moral und die Einsatzbereitschaft stimmen auch bei den Gästen. Der TSV brachte die Oberhaider nach 2:5-Rückstand fast noch in Verlegenheit, musste aber doch eine 4:6-Niederlage quittieren und dies eine Halbzeit lang mit nur zehn Spielern. Was für die Gäste spricht, ist ihre gefährlichere Offensive. Hier hinkt der Gastgeber mit 25 Treffern gewaltig hinterher. Ein Manko der Akteure von TSV-Trainer Roman Herl ist das Fehlen von Philipp Grasser, der in Oberhaid die Rote Karte sah. Für die Hausherren wäre ein 1:1 wie im Hinspiel, zu wenig im Kampf gegen den direkten Abstieg; die Breitengüßbacher könnten damit schon eher leben.
SpVgg Ebing -
ASV Kleintettau
Zwei wichtige Punkte im Bestreben, am Ende auf Platz 2 zu landen, ließ die SpVgg beim 0:0 in Marktzeuln liegen. Die Mannschaft von Trainer Heiner Dumpert wird weiter kämpfen. Fortan zählen aber nur noch Siege. Wenn nun der Aufsteiger aus Kleintettau seine Visitenkarte im Seestadion abgibt, stellt sich ein Gegner vor, der längst nicht aus dem Schneider ist. Die Relegation droht. Dementsprechend engagiert und kampfstark mit Drang nach vorn tritt der ASV in der Endphase der Saison auf. Wer beim Tabellenzweiten TSV Ebensfeld mit einem 1:1 einen Zähler mitnimmt, der ist auch für die Hausherren ein ernstzunehmender Gegner. Die Ebinger sind also hinreichend gewarnt und müssen schon eine gute Mannschaftsleistung abrufen, wenn die Punkte, wie beim 2:1 im Hinspiel, auf ihr Konto gutgeschrieben werden sollen.