Zwei Jahre nach der Vizemeisterschaft stehen die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg wieder in den Endspielen um den Titel in der 2. Liga Süd. Das Team des Trainergespanns Ulf Schabacker und Jessica Miller nutzte am Samstag vor 250 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle den ersten Matchball und löste mit einem 70:43 (33:33)-Erfolg gegen die Bvuk. Sharks Würzburg das Ticket fürs Play-off-Finale. Ab Ostern kommt es zur Neuauflage des letztjährigen Halbfinals gegen Heidelberg.
Der Hauptrundenprimus war tags zuvor mit dem zweiten klaren Sieg über die Elangeni Falcons Bad Homburg, auswärts mit 71:52, seiner Favoritenrolle gerecht geworden. In Bamberg indes nahm der vierte Vergleich der beiden fränkischen Vertreter in dieser Saison zunächst den erwarteten Verlauf: Die Damen aus Unterfranken erwischten den etwas besseren Start, die Brose-Basketballerinnen gaben mit einem viertelübergreifenden 11:0-Lauf Kontra und gingen mit 23:12 in Führung, ehe die Sharks wieder am Zug waren. Erst glich die ansonsten über weite Strecken wieder von Janett Perv aus dem Spiel genommene Stephanie Kleysen in der 16. Min. zum 24:24 aus, anschließend brachten Franziska Kirchhoff, Jessika Schiffer und Laura Zdravevska ihre Farben mit drei Dreiern in Serie wieder in Front (29:33). Das Unentschieden zur Pause ging schließlich auf das Konto von DJK-Centerin Victoria Waldner, die mit zwei Freiwürfen und einem "langen" Zweier das 33:33 herstellte und damit die Prognosen der Zuschauer in den Halbzeitgesprächen erschwerte.
Wer Spannung bis zur letzten Sekunde erwartet hatte, sollte gründlich danebenliegen. Denn ein 16:0-Lauf der Gastgeberinnen bis zur 27. Min. machte aus einem bis dato umkämpften Halbfinale eine einseitige Angelegenheit. Anders als noch in der ersten Hälfte fanden die gefährlichen Schützinnen der Truppe von Trainerin Janet Fowler-Michel jetzt keine Räume mehr, während Liisi Sokman & Co. die Verteidigung des Gegners phasenweise mustergültig ausspielten. Beachtlich: Bis zur 37. Min. dauerte es, ehe die Unterfränkinnen ihren ersten Treffer aus dem Feld nach dem Seitenwechsel verbuchten. Drei Zdravevska-Freiwürfen standen bis dahin 31 Punkte der Heimmannschaft gegenüber, die Begegnung war freilich längst entschieden. Perfekt für die DJK Brose machten das Bild dennoch erst die letzten drei Minuten, in denen mit der erneut starken Ramona Hesselbarth, Anna Furman, Franziska Hager sowie Julika Gese und Julia Förner drei 18-Jährige, eine 17-Jährige und eine 16-Jährige auf dem Feld standen - von der Bank aus enthusiastisch angefeuert von Kapitänin Sokman, Svenja Zeis, Tori Waldner, Janett Perv und Marie Ulshöfer, die im Abschlusstraining umgeknickt war.
Der Funke sprang über, das Publikum feierte mit der Mannschaft den Einzug ins Finale und Cheftrainer Schabacker geizte nicht mit Lob für seine Schützlinge: "Es war trotzdem ein hartes Play-off-Spiel. Die Höhe des Ergebnisses täuscht darüber ein wenig hinweg. Würzburg hat alles gegeben, um ein drittes Spiel zu erzwingen, aber wir konnten in der zweiten Halbzeit noch einmal zulegen. Janett Perv hat die Topscorerin wieder an die Kette gelegt, Tori Waldner war erneut unser Turm in der Schlacht, Svenja Zeis hat mit sehr viel Energie gespielt, aber auch die Youngsters haben ihre Sache super gemacht. Es war wie schon im ersten Spiel ein mannschaftlich geschlossener Auftritt. Wenn man ein Team wie Würzburg, das so vielseitig auf allen Positionen punkten kann, über 16 Minuten bei nur drei Zählern hält, ist das schon etwas Besonderes. Dafür und für die gesamte Leistung gebührt den Spielerinnen absoluter Respekt. Sie stehen verdientermaßen im Finale. Darauf freuen wir uns jetzt." Los geht es in der Endrunde, die ebenfalls nach dem Modus "best-of-three" ausgetragen wird, am Osterwochenende in Heidelberg. Das Heimspiel in der Graf-Stauffenberg-Halle ist für Samstag, 22. April, um 16.30 Uhr terminiert.
DJK Brose Bamberg: Sokman (15), Förner (14), Zeis (13), Waldner (12), Hesselbarth (10), Furman (6), Gese, Hager, Perv / Bvuk. Sharks Würzburg: Zdravevska (13), Schiffer (8), Kleysen (7), Kirchhoff (5), Werner A. (3), Zipser (3), Riedmann (2), Rieß (2), Herold, Jäger, Werner P., Wucherer / SR: Wipfler, Petricevic / Zuschauer: 250