Das FCE-Team ist vor Spiel in Feucht weiter geschrumpft
Autor: Johanna Krischker
Bamberg, Donnerstag, 14. April 2016
Der FC Eintracht Bamberg ist beim SC Feucht gefordert. Die Leistungsträger werden weniger.
Nachdem der FC Eintracht Bamberg 2010 am vergangenen Dienstag nicht zum Auswärtsspiel bei der SpVgg Weiden angetreten ist und das Bamberger Derby gegen den Lokalrivalen zugunsten der DJK Don Bosco gewertet wurde, muss die Mannschaft von Trainer Petr Skarabela am Freitagabend (19 Uhr) in der Fußball-Bayernliga Nord beim SC Feucht antreten. Denn: Sollte auch dieses Spiel nicht stattfinden, würden die Bamberger mit sofortiger Wirkung aus der Wertung genommen. Das hieße, die Bamberger dürften in der kommenden Saison nicht eine Liga tiefer starten, sondern würden je nach Abschneiden der zweiten Mannschaft in Kreisklasse bzw. -liga auflaufen.
Aber: Die Bamberger sowie deren Verantwortliche wollen diese Spielzeit anständig zu Ende bringen und fahren nach Feucht. Das allerdings mit einer Rumpftruppe.
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Standen dem Coach in den vergangenen Partien noch einige seiner Stammspieler zur Verfügung, so werden es immer weniger: "Es sind fast alle Stammspieler weg. Es wird von Woche zu Woche schwieriger, aber wir wollen es durchziehen. Ich muss vor den Jungs den Hut ziehen, die jetzt noch da sind. Es wird nicht einfacher, auch für mich als Trainer. Aber das schweißt uns noch mehr zusammen, auch wenn die Ergebnisse zweitrangig sind", so Skarabela.
Dabei hat sich seine gerupfte Truppe in den vergangenen Begegnungen achtbar aus der Affäre gezogen. Im Duell gegen den FC Sand am vergangenen Freitag (1:2) war zwischen den Gästen aus Unterfranken und dem FCE kaum ein Unterschied festzustellen. Skarabela zeigte sich angetan und hoffte, auf dieser Leistung aufbauen und so jedem Gegner Paroli bieten zu können.
Ob dies aufgrund der Umstände in Feucht gelingen wird, ist fraglich.
Denn: Die Gastgeber werden alles daransetzen, ihr Saisonziel, den Klassenerhalt, schnellstmöglich perfekt zu machen. Mit einem Sieg (und sollten die drei Zähler gegen Bamberg in der Wertung bleiben) hätte die Mannschaft von Trainer Klaus Mösle einen großen Schritt in diese Richtung getan.
Der Aufsteiger belegt den neunten Tabellenplatz. Aus 28 Begegnungen holte der SC zehn Siege und sieben Unentschieden. Elfmal ging er als Verlierer vom Feld und hat 37 Zähler auf dem Konto. Die Spiele nach der Winterpause gestalteten die Feuchter bis dato positiv. Zuletzt gelang der Mösle-Elf ein 2:2 beim TSV Aubstadt. Sebastian Schulik, Top-Torjäger des SCF, besorgte dabei mit seinen beiden Treffern jeweils den Ausgleich. Insgesamt traf der Stürmer bereits 20 Mal und belegt so Rang 3 der Bayernliga-Torschützenliste.
Auch wenn nicht klar ist, in welcher Besetzung die Bamberger in Feucht auflaufen werden, werden die Mittelfranken "sicher versuchen, die drei Punkte einzufahren", so Teammanager Manfred Kreuzer.