Mit dem Amerikaner begann die Bundesliga-Geschichte des Bamberger Basketballs. Der Soldat der US-Army war in Bamberg stationiert und spielte dort Ende der 60er in der Standortauswahl der Bamberger, den Barons. Wade trug wesentlich zum Aufstieg des 1. FC Bamberg in die Bundesliga 1970 bei, auch wenn er im entscheidenden Rückspiel in Darmstadt wegen Army-Verpflichtungen fehlte. Wade war die prägende Figur im Spiel der Bamberger.

549 Punkte trug er in der ersten Bundesligasaison 1970/71 zum Klassenerhalt bei. Nach seinem Ausscheiden aus der Armee blieb er in Bamberg und bestritt 1975/76 seine letzten Spiele für die "Violetten". Wegen einer Knieverletzung musste er seine Karriere beenden. Als Frauenliebling und schillernde Figur in der Stadt betrieb Wade noch eine Diskothek, ehe er in seine Heimat nach Texas zurückkehrte. Dort arbeitete er bis zur Rente bei der Stadt.

Knieverletzung beendet Karriere

Sein Cousin, Robert Porter, kam als Soldat 1975 nach Bamberg und sah Wade noch in seiner letzten Saison spielen. Porter, der im Gegensatz zu seinem Cousin in Bamberg blieb und noch immer hier lebt, berichtet, dass sich Wade gerne an die Zeit in Bamberg erinnerte und oft darüber gesprochen habe. "Immer, wenn ich in Plainview war, hat er mich über Bamberg ausgefragt", sagte Porter am Montag. Die Spiele seines Enkels Jacoby hat Wade in der Highschool und im College stets interessiert verfolgt.

Wade hatte ein Nierenleiden. Nach der Entfernung einer Niere habe er stark abgenommen, sagt sein Cousin. Aufgrund seiner kaputten Knie saß Wade im Rollstuhl. Im Alter von 73 Jahren ist Wade nun gestorben. Ohne ihn hätte es Bamberger Bundesliga-Basketball und die vielen Erfolge wohl nicht gegeben.

us