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Bayernliga: Patrick Görtler belohnt kämpfende Domreiter


Autor: Hendrik Kowalsky

Bamberg, Montag, 29. Juli 2019

Dank toller Moral feierte der FC Eintracht Bamberg einen Punktgewinn. Beim 2:2 gegen DJK Vilzing sah es lange Zeit nach einem klaren Auswärtssieg aus.
Mit seiner erfolgreichen Direktabnahme erlöste Patrick Görtler (vorne) den FC Eintracht spät.  Foto: sportpress


FCE-Coach Michael Hutzler reagierte auf die 2:4-Niederlage in Eltersdorf mit einer personellen Veränderung. Für den jungen Philipp Pfeiffer stand Andre Jerundow erstmals in dieser Bayernliga-Saison in der Startformation und sollte die Viererkette stabilisieren. Zunächst schien der Plan aufzugehen, in der Anfangsphase kamen die Gäste zu keiner Abschlusschance. Diese hatte dagegen Tobias Linz, der nach feinem Zuspiel von Robin Renner an DJK-Keeper Maximilian Putz scheiterte (8.).

Vilzing zieht die Zügel an

Doch mit der Chance von Lucas Chrubasik, der einen Eckball freistehend am FCE-Gehäuse vorbei köpfte (14.), kippte die Partie zugunsten der Vilzinger. Die Fehler im Bamberger Spielaufbau häuften sich, immer wieder machte die DJK das Spiel über die Außenbahnen schnell. So hatte Andreas Kalteis in der 18. Minute die Führung auf dem Fuß, Jerundow grätschte vergeblich, Fabian Dellermann parierte jedoch stark.

Drei Minuten später wurde ein Pass von Lukas Schmittschmitt abgefangen, sofort schaltete Vilzing um. André Luge, vor zwei Jahren noch mit Jahn Regensburg in die zweite Liga aufgestiegen, lief alleine auf Dellermann zu und schloss überlegt zum 1:0 ins rechte Eck ab (21.).

Die Domreiter suchten nach der Antwort, taten sich gegen die kompakten Gäste aber schwer. Lehrgeld bezahlte die Hutzler-Elf beim zweiten Gegentor: Nach einem Kopfballduell blieb Jerundow im Strafraum liegen, Vilzing spielte jedoch weiter. Die anschließende Flanke köpfte Chrubasik an den Pfosten, den Nachschuss parierte Dellermann stark. Doch beim zweiten Nachschuss war auch der Keeper machtlos, aus spitzem Winkel baute Ivan Milicevic die Führung aus (34.) Der FC Eintracht wirkte geschockt, bis zur Halbzeit tat sich nichts mehr.

Nicolas Görtler blieb zur Pause angeschlagen draußen, Armend Elshani kam ins Spiel und Patrick Görtler rückte in die Spitze. Dennoch behielt Vilzing die Kontrolle über das Geschehen und wirkte bestens organisiert. Es dauerte bis zur 67. Minute, ehe der FC Eintracht gefährlich wurde. Nach Görtlers Ablage schoss Schmittschmitt zwar am langen Eck vorbei, dennoch wirkte die gut herausgespielte Gelegenheit als Initialzündung. Nur fünf Minuten später ließ Elshani eine Hereingabe von Schmittschmitt clever durch die Beine rollen, Marco Schmitt schoss und Jerundow fälschte entscheidend ab - das 1:2 für den FC Eintracht (72.).

Vilzinger Passivität wird bestraft

Die Hutzler-Elf blies zur Aufholjagd, angetrieben von den 760 Zuschauern im Fuchs-Park-Stadion warfen die Gastgeber nun alles nach vorne. Die DJK ließ sich in dieser Phase zu tief in die eigene Hälfte drücken und machte aus ihren Konterchancen zu wenig.

In der 88. Minute kassierte Vilzing dafür die Quittung: Nach Ablage von Elshani kam Görtler aus 15 Metern zum Abschluss und löste mit seinem Traumtor zum 2:2-Endstand Jubelstürme im Lager der Hausherren aus.

"Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, die sich das Remis am Ende verdient hat. Wir kassieren bittere Gegentore, Vilzing trat sehr stark auf. Doch die Jungs haben sich nie aufgegeben und sind zurückgekommen. Mehr als das Remis war heute nicht drin", sagte Hutzler.