Radeln, Springen, Pfützenwandern
Autor: Redaktion
Bamberg, Montag, 11. April 2016
Wie Eltern ihre Kinder mobil machen: Wird der Nachwuchs zum Sportmuffel, sind die Eltern gefragt. Tipps, wie Kinder wieder Spaß an Bewegung bekommen.
Schuleingangstests und andere Untersuchungen haben ergeben, dass viele Kinder Defizite in ihrer motorischen Entwicklung haben. Eine der Ursachen ist Bewegungsmangel.Dabei ist es eigentlich ganz einfach, in Kindern die Lust auf Bewegung zu wecken.
Von Bewegungschancen ist inzwischen oft die Rede - und die Welt der Kinder steckt eigentlich voller Bewegungschancen, die sie oft spielerisch und lustvoll ergreifen. Sie balancieren auf dem Bordstein, statt normal über den Bürgersteig zu laufen. Sie überspringen Pfützen und klettern auf Mäuerchen am Wegrand, um gleich wieder herunterzuspringen. Eltern tun gut daran, ihnen diese kleinen Umwege zu gestatten und nicht immer auf die Uhr zu schauen oder an mögliche Gefahren zu denken.
Wie bei Pippi Langstrumpf
Den Nachwuchs beim Turnverein anzumelden oder es mit Kinderturnen im örtlichen Sportverein zu probieren, ist ebenfalls eine gute
1#googleAds#100x100 Möglichkeit. Am Reck zu hängen, über Böcke zu springen oder einen Handstand wie bei Pippi Langstrumpf zu lernen - das ist herausfordernd und stärkt das Selbstbewusstsein, wenn es endlich klappt. Wenn der Nachwuchs Spaß am Kriechen, Klettern oder Balancieren findet, dann wird er sicher gerne wiederkommen.
Fang mich doch!
Noch ein Tipp: Spaziergänge aufpeppen. Der Sonntagsspaziergang ist meist nicht gerade das, was Kindern gefällt. Diesen können Eltern interessanter gestalten, indem sie ihn etwa mit einem Wettlauf oder Fangspiel verbinden, rät zum Beispiel die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Auch Erlebnis-, Öko- und Themenpfade mit erklärenden Schautafeln, die es in vielen Naherholungsgebieten gibt, machen den Kleinen Spaß.
Das Fahrrad bedeutet Freiheit, Unabhängigkeit - und jede Menge
Spaß!Das Gefühl von Freiheit beim Rad fahren lieben Kinder sowieso: Wenn sie bereits in die Planung einbezogen werden, ist die Freude an einem Ausflug noch größer. Achten Sie bei der Planung auf die Topografie der Strecke. Steigungen dämpfen die Laune. Auch bucklige und allzu steinige Strecken sollte man sich und den Kindern nicht unbedingt zumuten. Dabei gilt immer: Der Weg ist das Ziel. Lassen Sie den Kindern unterwegs genug Zeit für die Rast, bei der es immer wieder tolle Dinge zu entdecken gibt. Es lohnt sich auch, den Schulweg aktiv zu gestalten. Fährt das Kind mit dem eigenen Fahrrad zur Schule, ist es bei Unterrichtsbeginn wacher und aufnahmefähiger, als wenn es mit dem Auto gebracht wird.
Kraxeln und Klettern
Sind die Kinder schon etwas größer, haben sie Spaß in einem der vielen Klettergärten, die inzwischen überall angelegt werden und von denen es auch in Franken einige gibt. Noch haben sie keine Angst vor großen Höhen und kraxeln einfach drauflos. Das macht nicht nur Spaß, es stärkt auch den Gleichgewichtssinn und das Selbstvertrauen. Das ständige Ausbalancieren trainiert obendrein fast alle Muskelgruppen.
Draußen spielen!
Weitere Tipps für draußen: selbst gebastelte Drachen fliegen lassen, die Inlineskates oder das Skateboard hervorholen. Auch bei schlechtem Wetter haben Kinder Spaß daran, draußen herumzuspringen: Mit Matsch- und Regenkleidung kann Pfützenspringen ein Riesenspaß sein.
Der vielleicht wichtigste Tipp ist aber, selber Sport zu machen: Damit Kinder sich von klein auf für Sport begeistern, sollte man Vorbild sein. Wenn Mama und Papa joggen gehen, können die Kleinen einfach mitkommen und zum Beispiel mit dem Fahrrad nebenherfahren.(Text: Kirsten Niemann)