Seit über zehn Jahren freuen sich die Bürger von Tütschengereuth am Jahresende auf den neuen Jahreskalender mit alten Bildern aus dem Ort. Auch heuer können sie einen Kalender für 2017 erwerben. Verantwortlich für das Werk zeichnet Karlheinz Pfohlmann.

Wie kamen Sie denn auf Idee, einen Kalender mit alten Bildern zu erstellen?
Karlheinz Pfohlmann: Ich hatte 2004 meiner Mutter einen Kalender mit alten Postkartenmotiven von Tütschengereuth zu Weihnachten geschenkt. Der gefiel ihr so gut, dass sie ihn mit zum Seniorenkreis nahm, und es entwickelte sich die Idee, so einen Kalender beim Tütschengereuther Weihnachtsbasar 2005 in der Schule anzubieten.

Und woher bekommen Sie die alten Fotos?
Da ich allgemein eine Vorliebe für alte Dinge pflege, habe ich eine kleine Sammlung mit alten Postkarten und auch Klassenfotos angelegt, die aus der Auflösung eines Schulfotografen stammten. Mein Vater hat ein riesiges Archiv mit alten Dias. Nach den ersten Kalendern und einem Aufruf in der Kirche kamen dann immer mehr Fotos dazu. Nicht nur von Einheimischen, sondern auch von ehemaligen Tütschengereuthern wie Fridolin Raab aus Wernsdorf oder Walter Popp aus Nürnberg. Große Unterstützung bekam ich außerdem durch einen Gleichgesinnten: Richard Reiser hat alte Zeitungsartikel über den Ort Tütschengereuth aus dem Volksblatt von 1949 bis 1966 und aus dem FT der 1970er/80er Jahre gesammelt, die wir dann auf den Rückseiten der Kalenderblätter einfügten. Seit 2016 macht Richard Reiser übrigens einen ähnlichen Kalender für seinen Wohnort Erlau.

Gibt es einen Themenschwerpunkt im aktuellen Kalender?
Nein - ich versuche die Motive etwas den Jahreszeiten anzupassen und natürlich spielt das Vereinsleben im Ort eine große Rolle. Nachdem uns die Zeitungsberichte ausgegangen sind - so viel ist in Tütschengereuth über die Jahre nun auch wieder nicht passiert -, kommen jetzt halt mehr Fotos auf die Rückseiten. Außerdem kommen auch nicht ganz so alte Bilder zur Veröffentlichung, damit auch die Jüngeren noch ein paar Leute erkennen können. Im Kalendarium werden außerdem die für Tütschengereuth wichtigen Termine vermerkt, wie Ewige Anbetung, Weinfest oder Kirchweih.

Wo kann man den neuen Kalender bekommen und was kostet der?
Die Kalender für das Jahr 2017 wurden bereits auf dem Weihnachtsbasar im November verkauft. Bei meiner Mutter Inge Pfohlmann kann man vielleicht noch mit viel Glück ein paar Restexemplare zum Preis von 10 Euro erwerben. Der Verkaufserlös geht übrigens an die Kirche oder an kirchennahe Projekte.

Die Fragen stellte Carmen Schwind