Das neue Schuljahr startete bereits am frühen Morgen mit strahlendem Sonnenschein, sicherlich ein schönes Zeichen für die fünfzehn neuen Erstklässler der Volksschule Königsfeld. Die vier Mädchen und elf Jungen aus Königsfeld, Poxdorf, Drosendorf, Treunitz und dem einen Gastschüler aus Steinfeld waren spannungsvoll mit ihren Eltern in das helle und lichtdurchflutete Schulhaus gekommen - zum sogenannten Start ins Leben.

Nur leicht getrübt wurde der Eintritt durch die coronabedingte Masken- und Abstandspflicht, die aber die Schulneulinge wie fast schon gewohnt wegsteckten, überwog doch die Freude und Neugier auf die Schule. Stolz trugen sie den Schulranzen auf dem Rücken und die meist noch schwerere gut gefüllte Schultüte in den Händen. Sie waren ja nun keine Kindergartenkinder mehr, sondern Schulkinder.

Lied zur Begrüßung

Im Pausenhof wurden Eltern und Kinder von den Zweitklässlern und ihrer Lehrerin Susanne Kröner mit dem Lied "Hipp, hopp, Schule ist top!" begrüßt. Dem stimmte auch Schulleiterin Katja Prediger, die auch die Klassenlehrerin der neuen ersten Klasse ist, zu und fuhr fort: "Liebe Kinder, ich freue mich, dass wir nun zusammen starten können." An die Eltern richtete sie die Bitte: "Geben Sie Ihren Kindern Zeit, sich zu entwickeln. Arbeiten Sie mit der Schule zusammen. Wir wollen die Kinder fördern und fordern."

Auch Norbert Grasser (Bürgerblock), Königsfelds Bürgermeister und Vorsitzender des Schulverbands mit der Stadt Hollfeld, war zur Einschulungsfeier gekommen. Er sprach den Schülern, Eltern und Lehrern Mut im neuen Schuljahr trotz der Corona-Pandemie zu und wünschte einen guten Start.

Viele gute Wünsche trugen die Schüler der kombinierten dritten und vierten Klasse mit ihrem Vertretungslehrer Frank Dörfler den Neuen vor. Ihr eigentlicher Lehrer Christoph Hoh war verhindert, da er ein eigenes Kind bei der Einschulung begleitete.

Der "Unterricht" beginnt

Nach der Vorstellung der Patenschüler durften die Erstklässler dann endlich in ihr Klassenzimmer und sich einen Sitzplatz aussuchen. Die Schultüten legten sie zu einem Kreis zusammen. So sollen sie zusammenhalten in ihrem Schulleben, gemeinsam wie ein Kreis stark sein, meinte dazu die Klassenlehrerin und schloss die Tür, damit der "Unterricht" beginnen konnte.

Die Eltern konnten sich die Zeit bis Schulschluss bei Kaffee und Kuchen in der Turnhalle vertreiben. Dies war von den letztjährigen Erstklasseltern unter der Regie von Frau Bezold organisiert worden. Dabei lernten sich einige Eltern auch erst kennen.

Familie Wohllebe wohnt seit sechs Jahren nun in Königsfeld. Sie erzählten von der Einschulung in dem 37 000 Einwohner zählenden Städtchen Oschatz in Sachsen. Dort hängten die Schultüten in einem Baum und mussten erst von den Kindern gesucht werden. Da aber einige fehlten, war der Schreck für diese Kinder aber groß. Die Trauer wurde aber bald in Freude verwandelt, als einige Wichtel die fehlenden Schultüten überbrachten.

Ein ganz besonderes Trio

Freude herrschte auch bei Petra und Alexander Niemetz. Nach der Einschulung ihrer Tochter Alexa im letzten Jahr kamen nun Paul, Frederik und Leopold an die Reihe. Damit die Lehrerin und die Mitschüler es nicht so schwer haben, die drei eineiigen Jungen auseinanderzuhalten - denn selbst der Vater brauchte einige Zeit dazu, wie er gestand -, haben die Eltern den Kindern Uhren mit verschiedenfarbigen Armbändern geschenkt. Die Mutter, selbst Lehrerin, hatte schneller den Dreh raus, die Kinder zu erkennen. Mancher möchte aber bei den Hausaufgaben im Hause Niemetz ab und zu mal ein Mäuschen sein, um zu sehen, wie es bei vier lernwilligen Schülern dann so zugeht und wie die Mutter das dann bewerkstelligt. Bange ist ihr nicht, "denn das Gröbste ist ja nun überstanden", wie sie sagte.