Eine Pflegehilfskraft in einem Bamberger Pflegeheim hat sich mit dem Virus angesteckt. Das bestätigt das Gesundheitsamt Bamberg auf Nachfrage unserer Zeitung. "Die Person war nur in der Nachtschicht und auch nur auf einem Stockwerk des Seniorenheims beschäftigt", erklärt Pressesprecherin Sabrina Großmann. Alle Patienten und Mitarbeiter, die mit der Pflegehilfskraft Kontakt hatten, wurden nun auf Covid-19 getestet - die Ergebnisse stehen allerdings noch aus. "Der Infizierte hat keine Symptome, und auch den Kontaktpersonen geht es gut", versichert Großmann.

Der Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung im Bamberger Stadtgebiet hat bei einem Reihentest eine Speichelprobe abgegeben - Mitte der Woche kam das Ergebnis: positiv. "Die Person war in keinem Risikogebiet und hat sich vorbildlich verhalten", erklärt Großmann. Wo er sich mit dem Virus infiziert habe, sei derzeit offen.

Der Fokus des Bamberger Gesundheitsamtes wird nun verstärkt auf das betroffene Pflegeheim gerichtet. Denn Ausbreitungen in Senioreneinrichtungen sind heikel.

Risikopatienten in den Heimen

"Dass ältere Menschen durch das Covid-19-Virus besonders gefährdet sind, zeigt sich auch im Landkreis Bamberg. Auch hier bilden sich Corona-Infektions-Schwerpunkte an zwei Pflegeheimen aus", erklärte der Krisenstab dazu schon im April, als das Virus je zwei Pflegeheime in der Stadt und im Landkreis Bamberg erfasst hatte. Das Seniotel-Seniorenzentrum in Burgebrach war in dieser ersten Phase der Pandemie besonders hart betroffen. Was auch an der Zahl der Todesfälle deutlich wurde.

Im aktuell betroffenen Pflegeheim würden nun alle Maßnahmen getroffen, eine Ausbreitung zu verhindern, versichert das Gesundheitsamt.

Derzeit sind in der Region zehn Personen mit dem Covid-19-Virus infiziert, eine mehr als in der Vorwoche. Drei Infizierte sind aus der Stadt Bamberg (Vorwoche: sieben) und sieben aus dem Landkreis (Vorwoche: zwei). Die Zahl der Genesenen beläuft sich auf 610 (Vorwoche: 605), die Zahl der Verstorbenen bleibt unverändert bei 59.