Erdbeben im Raum Bamberg registriert - erstmals seit 2004
Autor: Sara Loesenbeck
Heiligenstadt, Freitag, 13. März 2026
Im Raum Bamberg wurde ein kleines Erdbeben registriert. Ein Experte spricht von einer "seismologischen Besonderheit".
Am Mittwochabend (12. März 2026) ereignete sich im Raum Bamberg ein seltenes Naturphänomen. Wie die Plattform zur Beobachtung von seismologischen Aktivitäten "Erdbebennews" über die sozialen Netzwerke mitteilt, kam es gegen 20.49 Uhr östlich von Bamberg zu einem Erdbeben.
Das Epizentrum des Bebens lag in Heiligenstadt, wie Daten des Thüringer Seismologischen Netzes (TSN) ergaben. Die Stärke war jedoch so gering, dass das Erdbeben nicht wahrgenommen werden konnte. Im Gespräch mit inFranken.de erklärt Jens Skapski, Betreiber der Newsseite zu Erdbeben, was hinter dem seltenen Ereignis in der oberfränkischen Region steckt.
"Seismologische Besonderheit": Erdbeben im Raum Bamberg
In Deutschland kommt es immer wieder zu Erdbeben. Die Gefahr ist hierzulande jedoch gering und schwere Beben sind eher unwahrscheinlich. Vor allem die Region Franken gilt als sichere Zone vor schweren Erdbeben.
"Je weiter man nach Süden, Südwesten kommt, desto ruhiger wird es eigentlich", erklärt Jens Skapski dazu. Seit 2012 berichtet er auf der Newsseite "Erdbebennews" über aktuelle Erdbeben und analysiert seismologische Daten. Hauptberuflich ist er im Bereich der seismologischen Datenauswertung tätig und forscht seit Jahren zu Erdbeben in Deutschland.
Das Beben im Raum Bamberg ist eine echte Besonderheit. Es ist das erste registrierte Erdbeben seit März 2004, wie der Experte erklärt. Wie im Post der Newsseite formuliert: "Eine kleine seismologische Besonderheit".
Epizentrum Heiligenstadt: Keine spürbaren Erschütterungen in Oberfranken
Das Thüringer Seismologische Netz ist ein Gemeinschaftsprojekt des Thüringer Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU). Es wurde 2008 eingerichtet und dient der seismologischen Überwachung Thüringens sowie angrenzender Regionen, heißt es auf der Webseite der Universität.
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Basierend auf den Daten der TSN konnten Epizentrum und Magnitude ermittelt werden. Demnach betrug die Stärke lediglich 0,8, weshalb das Beben nicht wahrgenommen wurde.