Druckartikel: Eine Stadt zeigt, was sie hat

Eine Stadt zeigt, was sie hat


Autor: Joseph Beck

Scheßlitz, Montag, 17. Sept. 2018

Die 7. Scheßlitzer Wirtschaftstage wurden von allen Beteiligten wieder als voller Erfolg gewertet.
Beim Pelzstand ließen sich Landrat Johann Kalb (links) und Zweiter Bürgermeister Holger Dremel modisch einkleiden. Fotos: Joseph Beck


Alle zwei Jahre finden die zweitägigen Scheßlitzer Wirtschaftstage statt. Holger Dremel, Zweiter Bürgermeister, begrüßte am Wochenende auch im Namen seines Mitveranstalters Bernhard Ziegmann, Geschäftsführer von Benno Lieb, in der TSV-Turnhalle die Vertreter der 50 teilnehmenden Handwerker, Firmen und Organisationen.

Erster Bürgermeister Roland Kauper (CSU) stellte die Stadt S ausführlich vor. Er erwähnte unter anderem, dass Scheßlitz 7175 Einwohner habe, eine Steuerkraft von 804 Euro pro Einwohner, dieses Jahr aber mit 32 Millionen den bisher höchsten Haushalt. Die Arbeitslosenzahl liege mit 1,15 Prozent und 82 Personen sehr niedrig. Die Gewerbesteuereinnahmen seien von 2,5 Millionen 2016 auf 4,4 Millionen 2017 gestiegen. "Diese Steigerung ist sicherlich auch auf Sie zurückzuführen und dafür danke ich Ihnen sehr herzlich", sagte der Rathauschef zu den Ausstellern.

Von den Planungen für die Zukunft verwies das Stadtoberhaupt auf das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept, die Neugestaltung des Kirchenumfeldes, die Verkehrsplanung, den Umbau und die Sanierung der Schulen und die Planung neuer Wohn- und Gewerbegebiete.

Landrat Johann Kalb (CSU) lobte die beeindruckenden Leistungen der Stadt Scheßlitz. Mit Recht sei man deshalb Mittelzentrum geworden. "In Scheßlitz versteht man miteinander zu leben und überfordert den anderen nicht", schloss der Landrat.

Im großen Zelt präsentierten sich alle Beteiligten an ihren Ständen optimal und zeigten die Vielfalt der Scheßlitzer Unternehmer. Sie freuten sich über die zahlreichen Besucher, die bei schönem Wetter an ihre Stände kamen und sich informieren und beraten ließen. Die Bandbreite der Angebote reichten von Banken, Serviceleistungen für die Gesundheit, von Haus, Schönheit bis zum gastronomischen Teil. Neu war heuer die Teilnahme der Hofkäserei Kleinstahl aus Südtirol mit ihren Spezialitäten aus Ziegenmilch. Dremel begründete dies so: "Die Südtiroler Familie Großgasteiger wohnt an einem Urlaubsort, den schon viele Scheßlitzer besucht haben und der deshalb fast schon zur Stadt gehört."

Dass die Politiker auch Humor bewiesen, zeigte sich, als sich Kalb und Dremel mit modischen Pelzen aus Rotfuchs und Panth-Kanin als Models einkleiden ließen. Ähnlich amüsant war das Ausschmücken mit Perücken, Hüten und Brillen zum Selbstfotografieren an einem anderen Stand.

Buntes Programm

Die Kinder konnten mit dem Kindergarten "Purzelbaum" Giech und beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zusammen mit der Waldbauernvereinigung malen und basteln. Das Amt wies an Schautafeln und Vitrinen auf die dieses Jahr wieder verstärkte Gefahr durch die Borkenkäfer hin. Die Jugendbeauftragten von Scheßlitz ließen eine Tonne Sand ankarren, damit die Kleinen mit Spielzeugbaggern und einem echten Kleinbagger hantieren konnten. Beim Tanzen der TSV-Garden und der Zumb Kids sahen viele zu und klatschen begeistert Applaus.

Wer Mut und Kraft besaß, der durfte auch die fast zehn Meter hohe Kletterwand der Bergwacht erklimmen. Ob die angepeilte Marke von 10 000 Besuchern geknackt wurde, lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor - sicherlich, meinte der Bürgermeister Kauper ohne zu zögern.